Jazz Albums News 2021 – January

Lines of Jazz January – Das Jahr beginnt gemächlich …

Palle Mikkelborg, Bjarne Roupé – PIECES Generations at Sunrise [Denmark]

Palle Mikkelborg – trumpet, flügelhorn, effects; Anton Langebæk – double bass; Benjamin Barfod – sound triangles, gubal, sansula, water drum, udo, gong & cymbals; Bjarne Roupé – electric guitar & effects – recorded at the JB10 venue in the Danish town of Næstved

Es beginnt sehr ruhig – sie scheinen sich gegenseitig abzutasten – der Rhythmus wird treibender, Mikkelborg setzt erste Töne an. Schon ist es ein Spaziergang durch klare Untermalung. Gefolgt von Coltranes Naima – ebenfalls sehr konzentriert, viel Raum für eigene Bilder, reduzierter und vorsichtiger Gitarrenanschlag – sehr fein gesponnene Gewebe, gutes Timing – prima Team. Jazz Contemplative – 4 Sterne

Etwas mehr Unruhe entsteht durch…

Lines of Jazz January Emmet Cohen – Future Stride [USA]

Trompete: Marquis Hill (2, 3, 8, 10); Tenorsaxophon: Melissa Aldana (2, 3, 8); Piano: Emmet Cohen; Kontrabass: Russell Hall; Schlagzeug: Kyle Poole

Es beginnt mit Symphonical Raps in Anlehnung der 20iger ein Rag – schnell, hektisch, verspielt – im zweiten Stück Reflections at dusk wird es gemächlich, Cohen tritt hinter Saxophon und Trompete zurück – Toast to Lo schließlich eine Hommage an den in der Bronx 2019 ermordeten Drummer Lawrence Leathers (Quelle die Rezension bei Allaboutjazz) .

Im Gegensatz zur Aufnahme von 2018 Dirty in Detroit wirkt Future Side in seinen Quintet-Anteilen orchestraler allein durch die Hinzunahme von Trompete und Saxophon – im titelgebenden Future Stride greift er wieder auf das Trio-Konzept zurück. Eine besondere Stärke von Emmet Cohen, wie schon 2018 mit Dirty in Detroit bewiesen. Für Freunde der Interpretation klassischer Trailer des Jazz ein Muss. Kann mich erinnern, dass Emmet Cohen in 2018 in zumindest unseren Breiten kaum zur Kenntnis genommen wurde, ein Geheimtipp nun mausert sich und legt sich nur noch mit sich selber an – die Gestaltung des Covers kann gut und gerne darüber hinwegtäuschen, dass wir es hier trotzdem größtenteils mit grandioser Kammermusik zu tun haben. 4 Sterne.

Lines of Jazz January PLS.trio – Cosmonaut [Italia -USA]

PIER LUIGI SALAMI – Piano, Live Piano FXs, Synths; MARTIN D FOWLER – Electric Bass, Synth Bass; SHAWN CROWDER – Drums, Percussion, Electronic drums/percussion

Ein Trio ganz im Stile von E.S.T möchte man meinen. Akkordfolgen, Grundgeräusche und Auflösungen der Melodien – als wären sie dem E.S.T Universum auf der Spur – eingängig, poppig, heiter und ja, da geht noch was.

Lines of Jazz January Sleaford Mods – Spare Ribs [Great Britain]

Ich tippe sie nur an, brauch zu ihnen nichts mehr sagen, sie haben sich längst durchgesetzt und treffen auch mein von den Jazzern durch und durch akademisiertes Herz. Bestens geeignet, sich abzureagieren

Wie jedes Jahr eigentlich, um den 15. Januar herum zuverlässig von ECM : Typisch ECM – zwei Aufnahmen: Shai Maestro – Human und Joe Lovano – Garden of Expressions. Sie seien hier erwähnt und verlinkt nach ECM – Kritiken oder Reviews oder Darstellungen – bitte gerne bei denen, die sich berufen fühlen, den Sound von ECM auf seine Unterschiede hin zu entschlüsseln.

Und bitte: Sage mir keiner nach, ich könnte nicht Mainstream: hier:

Lines of Jazz January Delvon Lamarr Organ Trio – I Told You so [USA]

Das sind die drei Herren : organist Delvon Lamarr, a self-taught virtuosic musician; On guitar is the dynamo Jimmy James who eases through Steve Cropper-style chanking guitar From Reno, Nevada is drummer Dan Weiss – Feinster Groove im Sechziger Style und feines Cover und bitte gern geschehen!

Bisschen was für stärkere Nerven
Lines of Jazz January Will Glaser – Climbing in Circles [London, Great Britain]

Liam Noble – Piano; Matthew Herd – Saxes; Will Glaser – Drums

Du wirst dich daran gewöhnen müssen, dass keine Geschichte ihr Ende erzählt, eh sie nicht begonnen hat, sich selbst aufzulösen – So ungefähr würde ich mich der Aufnahme annähern.

Wenn es volkstümlicher wird, immer mit Akkordeon oder Mandoline.

Lines of Jazz January Vladimir Cosma, Vincent Beer-Demander, Grégory Daltin

Suite populaire (Suite populaire et oevres pur mandoline et accordeon) [Romania, France]

Vladimir Cosma auf Wikipedia nicht irgendwer, sondern Filmkomponist und Dirigent – u.a. auch Asterix und Obelix – noch interessanter: Die Aufnahme finde ich nirgends besprochen, ich weiß selbst schon nicht mehr, wer sie mir zugespielt hat – aber raubkopieren kann man sie – es ist so traurig inzwischen – da hilft nur echte Mandoline, echtes Akkordeon, echte Filmmusik, Danke nach Frankreich! Merci à la France !!!

Wo wir schon in Sachen Tradition und Volksweisen unterwegs sind. Längst kein Geheimtip mehr – Stephane Wrembel – The Django Experiment VI [France]

Stephane Wrembel auf Wikipedia –

Soll man es meditativ nennen, soll man es Ambient nennen – entscheidet selbst:

Lines of Jazz January Sam Gendel, Ethan Braun – Rio Nilo 66 [Los Angeles]

Sam Gendel, Ethan Braun, Sam Jones, Jeremy Harris

Nachgereicht: etwas für die Tradionalisten : Meridian Odyssey – Second Wave – seine dreieinhalbsterne dort würde ich auf glatte vier Sterne anheben wollen ! leider mal wieder kaum etwas im Netz – außer wie immer bei allaboutjazz.

Bandcamp Best of January 2021

Europe Jazz Media Chart via Radio.Friendsofalan

Gerne verlinke ich auch auf meine Berlin Abteilung A-Z. Eine alphabetische Aufstellung vieler Musikerinnen und Musiker aus Berlin. Sicher nicht vollständig, ein Anfang aber ist gemacht.

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