Matthias Well Lilian Akopova jazzissimo

Matthias Well Lilian Akopova jazzissimo

Matthias Well Lilian Akopova jazzissimo

Matthias Well Lilian Akopova jazzissimo

02.11.2023 Christophori Piano Salon

jazzissimo jazz in classical music

Matthias Well – Violine
Lilian Akopova – Klavier

Jazzissimo – Jazz in Classical Music
„Zwei preisgekrönte Musiker kombinieren mit besonderer
Gestaltungskraft und Lässigkeit die beiden Genre Klassik
und Jazz miteinander.“

RAVEL, Sonate für Violine und Klavier („Bluessonate“)
1. Allegretto 2. Blues 3. Perpetuum mobile. Allegro
PIAZZOLLA, (arr. Dmitriy Varelas) L´histoire du Tango „Nightclub 1960“ für Violine und Klavier
MASSENET, Méditation ,Intermezzo from the opera Thaïs
ROSENBLATT, „Carmen Fantasy”
On themes from the opera by Bizet für Violine und Klavier

***

KAPUSTIN, Variationen op.41 für Solo Klavier
PERKINSON, “Louisiana Blues Strut”
VENUTI, Bogenstück (arr. Matthias Well) für Solo Geige
GERSHWIN,  Porgy and Bess: “My Man´s Gone Now“ (transcribed by J. Heifetz)
COJOCARU, „Kaleidoscope“ (gewidmet an Matthias Well und Lilian Akopova)
MILHAUD, „Le boeuf sur le toit“ op. 58 (Cinema-Fantaisie)
für Violine und Klavier (Arr. Ch. Ferras/Matthias Well)
MatthiasWell.de   LilianAkopova.com

“Im Gegensatz zur Klassik kann man sich im Jazz auch mal austoben”

“Ich habe seit meiner Kindheit immer Jazz gehört …”

NDR Kultur à la carte EXTRA

Info zu Jazzissimo

Auf dem schmalen Grad zwischen klassischer Musik und Jazz bewegt sich ein preisgekröntes Duo auf seinem neuen GENUIN-Album: Der Geiger Matthias Well aus München und die ukrainische Pianistin Lilian Akopova präsentieren synkopengetränkte, bluenotegeschwängerte Klänge von Astor Piazzolla, Maurice Ravel und George Gershwin sowie zwei spektakuläre Stücke jüngsten Datums: Alexander Rosenblatts virtuose Carmen Fantasie und Vladislav Cojocarus zunächst melancholisches, später grooviges Kaleidoscope – ein Stück, das Akopova und Well gewidmet ist und hier zum ersten Mal auf Tonträger eingespielt wurde. Der Album-Titel „Jazzissimo“ ist an das erste Album von Matthias Well aus dem Jahr 2017 angelehnt. Dieses trägt den Titel „Funeralissimo“ und beinhaltet überraschend fröhliche Trauermusik aus den verschiedensten Ländern der Erde. Es ist ebenfalls bei GENUIN Classics erschienen.

Über „Jazzissimo“ schreibt der Autor Ralf Dombrowski im Booklet: „Es ist ein erstaunlicher programmatischer Bogen und er passt zu dem Programm in seiner Gesamtheit, das Matthias Well und Lilian Akopova zusammengestellt haben. Da ist Darius Milhaud, der eine Prise ragtimehafter Burleske mit Motivideen klammert, die in die Roma-Melodik reichen, und das Ganze dann mit dezenter Dissonanz ironisiert. George Gershwin steuert seinen Part mit dem wiegenliedhaft Afroamerikanesken à la Porgy & Bess bei, das allerdings in der Adaption durch Jascha Heifetz in die Konzertsaalklassik mündet. Astor Piazzolla liebt den vokalen Zugriff, gestaltet sei- ne Melodien mit einer Leichtigkeit im kompositorischen Konzept, die er in einen kontrastreichen Rahmen aus kleinem Gefühl und großem Pathos sich umgarnen lässt. Vladislav Cojocaru nähert sich der Haltung aus zeitgenössischer Perspektive, indem er ein neuromantisches Albumblatt in von Stéphane Grappelli inspirierte ornamentierende Ausgelassenheit münden lässt. Und Maurice Ravel präsentiert in Gestalt seiner Sätze der Bluessonate gleich drei Optionen, sich an den Rändern der Genres entlang zu bewegen. Das Allegretto stellt den Fluss der Melodien in den Mittelpunkt, die in einem musikalischen Tableau ineinanderlaufen und Stimmungen in enger Kommunikation von Klavier und Geige umgreifen. Der zweite Satz Blues klingt filmmusikalisch grotesk mit einem Hauch von Varieté, und schließlich steigert das Allegro die Stimmung des Zirzensischen ins Virtuose, augenzwinkernd im Ernst, die Gewohnheiten des bürgerlichen Konzertsaals gleichzeitig bedienend und auf anderer Ebene hinter sich lassend.

Damit schließen Matthias Well und Lilian Akopova den Kreis zu den Dimensionen des Kreati-ven. Sie spielen weder Jazz noch Klassik noch Tango oder Avantgarde. Denn sie lassen die Musik in der Schwebe, stellen nebeneinander, was sie als ebenbürtig empfinden und gönnen sich die Möglichkeit, Verwandtes ebenso wie Gegensätze durch ihr Können leuchten zu las-sen. Eine Form von Freiheit.“

Booklet und Biografie bei Highresaudio


Matthias Well Lilian Akopova jazzissimo
Jazzissimo
Matthias Well, Lilian Akopova