Bauchladen

Mein Bauchladen – für Aktuelles nicht nur im Jazz

Mein Bauchladen – für Aktuelles nicht nur im Jazz

… kannst durch die Playlisten der Streaminganbieter zappen – du „hörst“ „Gefälligkeitsmodelle“ erstrecht wenn es um Jazzplaylists geht, vom Kaffeesatz zum Oberton – brav – sehr brav –

schon auch seltsam: wie viele sich Musik „erarbeiten“

Einprägsame Sätze wiederfinden

So richtig vom Hocker gehauen hat mich dieses Jahr noch nichts – kann sein, dass ich gar keinen mehr unter mir habe.

Musik für die Massen ist so mit das Schlimmste, was den Massen angetan wird, mit das Schlimmste, was ihnen blüht und mit das Schlimmste in sich

vielen Aufnahmen merkst du „ihre Masche“ an – anderen kommst du kaum auf die Spur oder Schliche, wieder andere sind einfach raffiniert „in sich“ – viel zu viele sind „nur“ Promotion Gag

auffällig viel Sprituelles im Markt

  • Mainstream erfassen wollen bedeutet nicht selten, sich ins Abseits zu begeben – ihm die Räume zu geben, die er beansprucht, bedeutet ebenso häufig: keine neuen Erkenntnisse zu gewinnen

    im Ernst kannst du vieles ironisch ausverkleiden

    dieses Internet ist sowas von vergesslich – ich hab so gar keine Fühlung mehr für irgendeinen von vor zwei Jahren – so gar nicht, Frage: was war das – hin und wieder denke ich an ein paar wenige Leuchten, doch seit das Licht nicht leuchtet – müsste ich mal wieder einen Satz lesen bei A.F.Th van der Heijden – lang nichts mehr gehört, alter Schwede – ihn habe ich ernst genommen – jetzt frage ich mich, wen? Mich als Lesenden oder ihn als Schreibenden?

    das soll ja alles nichts mehr kosten aber unglaublich viel bringen

    … kann nicht behaupten, dass die Woche ereignislos war, kann behaupten, sie war nicht wirklich töfte – es stehen 25 Überstunden zu Buche – zwei Zahnarzttermine – eine nach wie vor deprimierende Nachrichtenlage – und wenn bei aller relativen Unschärfe die Menschlichkeit Schaden nimmt, wirken all die Diskurse unverhältnismäßig luxuriös – nur ein Zyniker käme auf die Idee Soziales gegen Sicherheit auszuspielen – nun, genau das steht nun auf der Tagesordnung, es trifft dich der Bumerang der eigenen Lebensführung – und der Finger, der gern auf andere zu zeigt, fährt ebenso häufig aus: der da, die da, der und die da und sowieso – wieder die Bevormundung, über die keiner spricht: Maschinen sollten helfen schlauer zu werden, stattdessen: – das Komplexe wird komplexer, das Einfache wird komplex, und was in sich zur Ruhe kommen wollte, bleibt unruhig – das nennt man vital sein : so wie der vitale Zahn betäubt werden muss, eh man ihn aufbohrt – komplexe Rekursive oder Umkehrschub des Aktiven macht nicht etwa Pause, sondern schiebt noch mehr an : es wird gestöhnt : zu laut zu leise im falschen Kanal, ohrenbetäubend oder auch: man, ist das seicht und smooth – die Fluchtbewegung Richtung SPA und Wellness – höre: was mich ablenkt – was sagen die, die das erzeugen dazu: nichts – an ihren Tonen sollst du sie messen – Musik als Eigenwelt – als andere Welt – als Fluchtpunkt

Das Privileg, den dissonanten Akkord aufs Gemüt schlagen zu lassen … das allerdings entspricht so gar nicht meiner 25 Überstunden Woche – die am Wochende auf 50 anwachsen wird – sowas erzählt man sich beim Glas Wein, zu dem man auch nicht kommt – die Gespräche der Woche kommen nicht romanesk oder erzählbar daher, sie streiten sich im Kontext ihrer Formalien – wie viele Unhöfliche triffst du, die es aber „draufhaben“. Wie viele Lächelnde, die froh sind zu entweichen

– „Avantgarde kann ja jeder“, hörte ich – Avantgarde ist ungleich Avantgarde, auch klar, sagte ich, aber.

Wenn dein Tag beginnt mit einem, der dir morgens das Fenster aus dem Haus reißt und am Abend das Nummernschild deines Autos verschwunden ist, so fragst du nicht etwa nach einem Moment der Dekonstruktion, sondern nach der Logik der Abfolgen

– Strich drunter – es ist zu viel vom Sicherheitsrisiko durch MS und Co die Rede : ein Stromausfall was dann ? Hoffentlich dichte Fenster und hoffentlich bald wieder … keine Schnappatmung – das hat mit Vitalität nichts zu tun, es ist Stress : das Zeitmanagement nämlich macht Urlaub : sehr interessant the fully celebrated orchestra – richtig gut – steht NYC auf dem Stempel

und wo bleibt bei dir das Politische? – werde ich häufig gefragt – nun, antworte ich: das lässt sich in diesem Internet nicht mehr darstellen, dieses Internet wartet nur darauf, dass ich mich oute
– als was würdest du dich outen?
Als unsagbarunglücklichüberdaswiees
abgelaufenistundwirallehabenesermöglicht
undbinjetztnichtmehreinverstanden
weißaberauchnicht wie da wieder raus … jetzt wo alles immer wenigeren gehört, nimmt das Eigene nur Igelgestalt an – und – stop
– die larmoyante Opferposition wieder – jaesdrehtsichimkreisvondortnachhier
vonhiernachdort lass uns eine Zeitung machen, sagte der Alte Schwede, lass uns Häuser kaufen, sagte der andere Alte Schwede, lass uns Whisky trinken, sagte der eine, nein Brandy, der andere, der eine hat sich am Fensterkreuz eines seiner Häuser aufgehängt, der andere verstarb an Bauchspeicheldrüsenkrebs – und du fragst mich, wo bei mir das Politische bleibt? Ich könnte mich manchmal auch einfach mal so wie ich war und bin zu Tode saufen – verstehst du? Ja, das verstehst du – ich nicht.

hast du auch manchmal das Gefühl, dass dein Schatten nicht nur größer ist als du selbst, sondern auch schlauer – [er schweigt.]

jeder wollte jimi sein es gab jedoch nur einen jimi – hab hier ständig irgendwelche dead-links – so als würden sich ebenso ständig welche verabschieden – oh, im Hintergrund spielt jemand Klavier seine Pathoswolken, gar nicht so schlecht –

To do – alles nur Idee (?)

Bird‘s free funk – Wanderlust 2024 Connecting Colors 2021 – Charlotte Joerges Till Schomburg Johannes Metzger

Simone Reifegerste Trio – n Berlin R

Christian Pabst “The Palm Tree Line“ schlot – leider durch (kommt sicher wieder)

Jazzahead programm eigene Seite

The preacher man b3hammond // Son of the preacher man zigzag // Dusty Springfield 

Makoto Ozone – Japan neue Aufnahme priorisiert

Joe Webb – wird – schon jetzt unterhaltsam

Allison Burik – realm

http://www.allisonburik.com/ – schon angedeutet

Over the years Burik has worked with notable musicians including George Garzone, Joe Morris, Tyshawn Sorey, Ingrid Laubrock, Ran Blake, Carla Kilhstedt, Anthony Coleman, Frank Tiberi, Bobby Watson, Jaleel Shaw, Shannon LeClaire, and Tia Fuller.

https://www.allaboutjazz.com/a-focus-on-the-work-of-allison-burik-and-some-new-releases

Greg Foat Group (vielleicht doch nur die Live-Aufnahme von 2014 – mit immerhin einem James Brown Klassiker der von PigPag zum Dance-Hit umgebaut wurde basierend auf dem Bass aus James Brown Papa‘s got a brand new bag)

Solo Jazz – Henning Sieverts // Duo Jazz – vertiefen // Trio Jazz – piano klar: oscar peterson, keith jarrett, e.s.t. Heuer: … // Trio Jazz – guitar // Trio Jazz – Saxophone : die ohne Schlagzeug?

leider alles Smartphone-tauglich – nur WP so gar nicht – stop – weißweinschorle – stop – putn hat mit Navalnys Abgang … – stop – die Assoziation ist naheliegend wie beschämend, der „lupenreine Demokrat“ ist offenbar Gefangener seiner verkehrten whataboutism-welten – alles chaotisieren und aufwühlen – die Internetsysteme helfen ihm : fragt sich wer von wem abkupfert – stop – die sogenannte demokratische Langsamkeit ist doch durch nichts so sehr zu toppen wie das, was die Maschinen praktizieren: sie machen unter Zuhilfenahme von ja aber wenn auch und das und das und jenes und noch eins alles zum Brummkreisel um den ewigen Präsens und halten uns (mich) nur auf in den eigenen Aufgaben und Vorhaben – und wieder ruft einer : stop

für wen mache ich das : oder : ich kann das alles nicht mehr sehen : oder : es reicht denn auch mal : oder : wieso bevormundet mich die Suchmaschine : oder : wer zensiert wen : oder : kann die Zeit nicht mehr lesen : wie fühlt sich Widerstand an : oder : die Perfektionierung des Mittelmaßes : wie kann man nur : oder : warum es großartig ist, in etwas schlecht zu sein : ich denke, ich habe bei denen in den letzten zwei Jahren nicht eine gescheite Musikempfehlung entdeckt : weil mich die Psychoauslese grundsätzlich aus der Spur wirft : whataboutism auf psychodelisch sozusagen irgendwie irgendwas : nach dem was ich über das Jazzhouse sehe : wer behauptet, dass es das noch immer geben wird, wird nach vorn gelassen – dachte für mich im Lesessel – ihnen wachsen die Pinocchio-Nasen – mit denen sie sich gegenseitig auf Abstand halten : wer wie was : für wen ich das mache : für mich : es folgt der Egoismus jedem Saxophonen Ton, jeder gelungene Song bewirkt Selbstbeschmückung : geh dem aus dem Blick, der mit Aprilscherzen von der Selbstoptimierung am Kiosk steht und raucht – ungute Vorzeichen kleben in den Buchstaben – Wegweiser ins Unglück all der Glückspropheten – ein von zehn Menschen in unseren Breiten leidet unter Einsamkeit – 10% Leute von Heute – und die Zeit lässt titeln : „der Tag an dem mein Vater starb, war der schönste meines Lebens“ – das ist nicht mehr nur traurig

JAZZHOUSE ADE

CLUBHOUSE WIR CHILLEN

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– Jazzmusik – bleibt unter sich, vielleicht auch gut so? – sie spricht sich herum unter denen, die sich kennen – und bleibt bei denen, die sich kennen – never ever hätte ich gedacht, dass es so wenige vom Stuhl reißt, sondern allenfalls zur Routine wird und wer wo wann spielt mit wem scheint wichtiger, als dass ihnen jemand zuhört. Die große Erzählung vom Hinterhof.

– nach dem, was an Referenzen vorliegt, scheint es den Gegenstellen nach Selbstreferenz zu sein (kann ich nicht wirklich einschätzen, schimmert aber durch: mag an der eigenen selbstreferenziellen Sicht liegen) – höre zur Überbrückung olle Kanellen. Musik, mit der ich groß geworden bin : Dire Straits U2 Roxy Musik Bryan Adams – das ist über die Kitschgrenzen hinaus, zumal keine inneren Bilder entstehen, sondern Kindheitsentblößungen – wenn ich das so sage, klingt es nicht mal halb so diplomatisch, wie es sein sollte – will niemanden beschämen – beschämt mich, was „wir“ so hörten : die Musik öffnet nicht, sie sperrt ein – mit ihrem Habitus.
heute pfeiffen sie
morgen prüfen sie
dann greifen sie
die gleichen wie sie waren
Die mit dem Blues
als Entschuldigung für ihr
Rumlungern

Erste Weißweinschorle 2024 – olle Kamellen – und gut ist – wo nichts gut ist – der sonore Sound der Ironie

beim Barbier gewesen, er empfahl mir die Serie Black List – ich schaute rein und bin skeptisch verhalten distanziert, was den Barbier angeht – passend zu seiner Selbstreferenz – ein Frisör, der entsprechend das Skalpell anlegt : fragt mich, wie Weihnachten war – mit Familie? Ich antwortete: bitte konzentrieren Sie sich!

zum Beispiel Bryan Adams „please forgive me“ – wie konnte das passieren : gebe zurück : das kann man nicht verzeihen : es geschah unter freiem Himmel / gleich der nächste : die Stones mit Angie / Freund hat sich erhängt und vorher die Stones eingeschaltet

was war das: fleetwood mac „everywhere“ – weißt du was so traurig ist : all diese populären Sternchen, dann waren sie nichts oder ganz schnell weg – und es kam nichts mehr außer „everywhere“ – * / gibt aber auch „das ist mein Lieblingssong“ – Bryan Ferry mit Don‘t Stop The Dance – „das hörten wir sogar in Leningrad, das war total nett“ – Nett war‘s

schon auch interessant, wie viel Betrugsmasse der Quintenzirkel hergibt und freisetzt – wusstest du zum Beispiel, dass man über jeden Ton des Quintenzirkel ein Dreieck spannen kann – und damit immer „Harmonie mit Abwechslung“ erzeugt zum Beispiel C-F-G oder D-G-A oder Ges-Des-H usf. – ein Treppenwitz /jetzt nimm noch sogenannt verminderte oder erhöhte Töne dazu 7-9-11-13 oder mittenrein einen Atonalen.

lese: [text gelöscht – nur keine Fährten legen … es ging darin um Schönheit, wobei noch zu klären sei, was Schönheit ist ein sowohl als auch text …] und weiß nicht mehr, neben wem ich jeden Abend im Kumpelnest herumstand – nicht wahr – die in New York … – die hier in Berlin … Selbsternannte – wie ein Paraphrase aufs Selbst-Bekannte [wie -Unbekannte] – Abstraktionen, Melodien als Chiffre

es gibt auch schöne Songs aus der Zeit : Tanita Tikaram Twist in my Sobriety [durchgenudelt – Böhmische Straße, kreischende Hausverwalterin beim Wir machen es für alle hörbar sterbenden Nachbarn – Papp- und Styrodormodelle – now it will be nice to die – fatale Orgeltöne – everything is dust in the wind] Supertramp hatten wir.

Die Musik ist der halbe Film [der Pate]
“sage deinem Feind nie, was du denkst.“

„Schreiben kann er ja, aber er hört offenbar nicht mehr so gut.“

beruht auf Freiwilligkeit – geboren aus der Not, sich anderem zuzuwenden, da Grenzen unübersehbar wurden

dass per se frei macht – was einschränkt – Knautschzone

– sich dem nähern unter der Vorgabe frei sein zu wollen – Spruch

der eigene Wille ist begrenzt, Phrase

bin der Ironie aufgesessen. Zeige mit dem Finger auf den da im Spiegel –

vieles, was über Jazz gesagt wurde, scheint inzwischen wie olle Kamelle – Jazz als Kommunikative, Jazz als „Swing“, Jazz als Hintergrundmusik, Jazz als Tanzmusik, oder Jazz als Ausdrucksform, Jazz als Filmmusik, Jazz als Idee, Jazz als Frechheit, Jazz als Unform, Jazz als Marschmusik, Jazz als Negligé, Jazz als Standard, Jazz als Musik alternder Männer, Jazz als Musik für Musizierende, Jazz als Klischee, Jazz als Randphänomen – du hörst doch, dass anderes passiert, vieles passiert – Melodisches, Vages, Unfertiges, Rohes, Irritierendes, Bewegendes, Aufwühlendes, Jazz als Baustelle … kämen sie doch mal auf die Idee, dass Jazz Leben bedeutet und weniger, wie man zu leben studiert.

im Zwischenraum: furchterregender oder aufregender Rituale

Das Aufenthaltsrecht im Netz – gibt es als piep! – überhaupt vieles sich piep! anhört – piep! Sag besser nichts und wenn dann so, dass …

Gemach Gemach – ein Slogan nur ?

Jazz ist ungleich Jazz, und?

Vorgaben, Vorhaben, Ziele – leicht gesagt von der Kanzel herunter : den Segen auf das, was an Prognosen ins Kraut geschossen sich anhört wie Eric Clapton

– Diskurse die kommen sie gehen sie interessieren nicht. Sie interessierten noch nie, bedeuteten sie jeweils vor allem die Infragestellung der Teilnehmenden – im Dreisatz gedacht – These Antithese, danach alle raus

– Diskurse wie Popsongs [Dolphy Phrase] – der Kurzweile geschuldet, Intensivkurse besucht man gegen Bezahlung, Dazwischengeschossenes zieht man sich im Netz – Vergangenheit geteilt durch Sekunden – vorbeifliegend.

Das Imaginäre, das Zwischenhoch, die Flötentöne … auf grundsolidem Beat – voraussehbar bei Brian Jackson aber eben treibend : modern abgemischte KI-Musik – kann man halten wie einen Lötkolben an undichte Stellen – hör gleich auch Freedom Jazzdance – es gleicht einem Gewitter – handgemacht und stürmend, in Echt.

bin Kind der Neunziger – das meint Dub viel Dub – laufenden Bass – gegen die Prägungen ist ein Stapel Papier Papier

auchklar: lesen dauert – muss man runter mit dem Speed – Wort für Wort – als Vorgabe für 2024 – wider den Text, der mit Possesivpronomina und Lehnverben abfüllt. Krass : das Schnell-Lesen und am gleichen Tag die Rezension dazu – wirklich krass | lasst doch gleich Computer lesen und gleich auch schreiben – und?

– die ersten outen sich schon – sie haben das eigene Buch gar nicht selbst geschrieben – Gehirnblitze lassen sich eben besser darstellen, wenn jemand mithilft

Zwischentöne – was ein Wort

Kunst und Kultur „von oben“ – es nervt – * sie kommen gucken, klicken, und weg – nonverbales Klickspiel

Ich soll mich emanzipieren – lande im Dadaismus

warum klingt vieles vom deutschen Jazz wie deutscher Jazz

und Schnitt

dass derdort in seiner Schweinebucht … will ich noch konkretisiert haben, dass Animal Farm eine Erzählung war – wer hat das System System genannt? – wenn Massemacht Ohnmacht macht – wo Intelligenz Teil dessen ist, wenn nicht Architekt

die Supertramp-Nummer hatte zur Folge, dass ich im Traum davon hörte und aus dem Schlaf gerissen wurde, die Melodie so eingängig, sie fräst sich ins Hirn : dort ist kein Platz zwischen all dem Hirnblitzen – außer, dass es nicht mehr dort sein will – in jenem Nostalgierausch

Magnolia gesehen, die erste halbe Stunde – Supertramps Goodbye Stranger gehört – gleich gesichert – einen Tag später durch das Werk von Supertramp hindurch – beachtlich, was Hits, von School, Dreamer, Give a Little Bit, über Goodbye Stranger, Breakfast in America, The Logicol Song – und immer habe ich sie vor Augen, auf sie passte die Musik wie das Auto, das sie fuhr, ich sehe ihr aufhellendes Lächeln – ich sehe ihre Amerika-Vorliebe – sie blieb im Rheinland hängen auf dem Weg zum Flughafen. Ich blieb im Rheinland hängen auf dem Weg zum Anwalt, zwei drei andere schafften den Sprung nach Dortmund oder Darmstadt, der eine da, der Alte Schwede nämlich, streckte seinen Finger aus Höhe Wetzlar, trampte einmal durch die Republik gen Süden, setzte mit einem Schiff über und trampte die Route 66 bis in die Berge von Kalifornien – dorthin hatte es Supertramp verschlagen, von da an waren sie eine amerikanische, keine britsche Band.

School
Supertramp
School
Supertramp
Dreamer
Supertramp
Dreamer
Supertramp
Ain't Nobody But Me
Supertramp
Ain’t Nobody But Me
Supertramp
Another Man's Woman
Supertramp
Another Man’s Woman
Supertramp
Lady
Supertramp
Lady
Supertramp
[sie sollen sich nicht einig geworden sein über die Ausrichtung der Band. Rodger Hodgson, der maßgeblich verantwortlich für die meisten Songs schreibt, wollte mehr Richtung Pop-Musik, Rich Davies, der Pianist, wollte es mehr Richtung R&B und Jazz – glaubst du das? Darüber kann man sich doch nicht streiten – macht man eben beides, nicht wahr – nein. Das bekommt Stallgeruch, nicht wahr. Freiheit ist in mir drin.]

Poor Boy
Supertramp
Poor Boy
Supertramp
Give A Little Bit
Supertramp
Give A Little Bit
Supertramp
Lover Boy
Supertramp
Lover Boy
Supertramp
The Logical Song (Remastered 2010)
Supertramp
The Logical Song
Supertramp
Goodbye Stranger (2010 Remastered)
Supertramp
Goodbye Stranger
Supertramp

wer kennt wen ist immer noch erste Adresse

auch der Jazz oder Jazziges verliert hier und da an Magie und wird zu Materie, nach der du die Töne neu aufsammeln oder einsammeln sollst – und bitte auch mal anders zusammensetzen – im magischen Sinn

nur gehört, weil Nels Cline mitspielt – Album von Anthony Perog „the nepente series vol 1“ Offenbar etwas für Perog-Insider – in Minute 4:30 eine etwas laut gezupfte Gitarrensaite – das Ende oder der Anfang im Zusammenspiel der Maschinen unter Sicht – das Nichts durchpflügter Wolken – das Warten auf die Landung – der Blick auf den vorbeiziehenden Winterhimmel – Charakterstudien im Nebel – Räucherstäbchenblues – Zeit goes Blue – habe nicht das Ohr für die Suche nach der verlorenen Zeit – es scheint dort Details zu geben, die ich nicht sehe, nicht höre, nicht erwarte. [war schon immer so: Erfolg zu haben, entbindet so manch einen von denen, die zum Erfolg beitrugen. Ausstiegsprogramm aus der Verbindlichkeit sozusagen. Ich suche die Abkürzung und steige aus.]

Manches Cover interessant – der Inhalt eher umseitig und ohne Text – beim Hören von Miguel Atwood-Ferguson Les Jardins Mystiques Vol 1 – es wird mit einer Fortsetzung gedroht : 3 Stunden 30 – das ist in seiner Gänze nicht anzunehmen, geschweige durchzuhalten – sorry

Unglaublich: wie viel Arbeit es bedeutet, „Relevanz“ zu erzeugen – und: machst du „gute Arbeit“, kannst du davon ausgehen, die Kopisten sind nicht weit. Unglaublich: wie leicht es ist, Irrelevanz abzuliefern und davon ein Vielfaches – noch unglaublicher : wie wenig Relevanz sich durchsetzt – das hat möglicherweise mit der Vervielfältigungsmöglichkeit duch das Internet zu tun – gestern erst beim U-Bahn-Fahren beobachtet : Frau steht umarmt neben ihrem Freund und scrollt auf Tic Toc im Sekundenrhythmus der mitratternden Bahnschwellen umher – von einem Trash zum nächsten – sie hat auf der zwanzig minütigen Fahrt mehr als 500 Bilder vorbeifliegen sehen – am Ende der Fahrt wird sie den Nagellack ihrer Finger überprüft haben (aufgesteckte Fingernägel zwei Zentimeter lang)

Komfortzonenjazz (beim Hören von Rintaro Mikami First Fish – spielt da Rosenwinkel mit? – sehe ihn nicht, höre ihn aber – kann man machen, dachte ich im Ohrensessel: so klingen wie – aber warum? Wozu?)

Auch: inflationär ist der Abgleich, ist der Versuch, erkennbar zu bleiben – verständlich vor dem Hintergrund, dass „Freiheit im Jazz“ sich über Konventionen dekliniert oder sich ihrer bedient, unverständlich vor dem Hintergrund, dass „Jazz wie aus dem Korsett“ oder „Jazz wie aus der Schule“ entsteht. Wenn das nur ein- oder zweimal passiert, fällt es kaum auf, es passiert aber fortlaufend und ständig und wiederholt sich, redupliziert sich und ist somit nicht weit entfernt von Fingerübung, Kadenzen rauf runter spielen oder „Sturm und Drang toben“ ohne Richtungswechsel, ohne „Point of View“ oder „Standpunkt“. Beliebigikeitswechsel wie Optionsscheine austauschen.

wenig sichtbar: Jazzkritik – (die Ablehnung von Jazz meine ich nicht) – ich meine werkimmanente Auseinandersetzung – zu vieles „klingt wie der oder die“ | ob du Freejazz nimmst oder Bigbands – es entsteht unglaublich viel unter Zeitdruck – „muss sitzen am gleichen Tag“

sichtbar : das Desinteresse an der Arbeit der anderen, auch raus zu hören: dass man heute nicht weiß, mit wem man morgen einen Auftritt hat – man habe nichts gehört von „der anderen Arbeit“ – die „eigene Arbeit“ geht vor, auch klar [so klar kann es nicht sein, wo die „Abgleichungen“ unverkennbar – erinnere an den Sound von Nucleus und Miles DavisIan Carr behauptete, die Arbeit von Miles Davis nicht zu kennen : ? Fragezeichen ! Ausrufezeichen]

den Punkt ansteuern, in dessen Zentrum nicht Begeisterung steht, nicht Rausch – eher Konzentration, Austausch oder Mitteilung (beim Hören von Mark Schwarzmayr The Planets Jazz – interessante Themenwechsel in Saturn, The Bringer of Old Age)

und … zu behaupten, ich wüsste Bescheid wäre anmaßend – wollte sagen : so besonders viel Ahnung habe ich nicht, inzwischen aber weiß ich etwas mehr – ein Spiel der Katze mit ihrem Schwanz, der Schatten wirft, die aussehen wie die Imagination eines Ungeheuers:

die Weihnachtsfeier eine Gelegenheit, Episoden loszuwerden – das wären Episoden für einen Roman – sie korrigiert sich: für Kurzgeschichten – nun, die Kurzgeschichten gingen um und fanden heiter Gehör – dass man das alles mal aufschreiben müsste, steht auf einem anderen Blatt – Geschichten, die sich selbst einholen oder abholen und einfach verpuffen – den Erzähler möchte man retten.

jazz literaturkritisch lesen oder Literarisches hören, als wäre es komponiert – erzählerisch – beim Hören von Thandi Ntuli Rainbow Revisited

Probleme – es gibt mehr davon als bewältigbar: die Häufung problematischer Konstellationen führt zur Abwehrhaltung : du willst nicht aufgehalten werden | die nicht aufgehalten werden wollen, sind gleich das größere Problem, auch: ökonomische Vielheit entsteht aus Konstellationen – aus Widersprüchen. Es die arithmetische Sicht auf die Dinge ermöglicht, die Illusion auf Lösungsansätze in den Vordergrund zu spielen – was gleich wieder problematisch wird – sag nicht, dass auf – C – ein – D – folgt, wenn – D – vor – C – gespielt wurde, und Db nicht wie C# klingt je nach rhythmischer Vorgabe

… habe nachweislich 871 Artikel gepostet, davon sind mehr als 30 annehmbar, Google hat davon 1162 indexiert – also auch ein paar Kategorien und sogar noch immer #tags (obwohl ich die auf noindex gesetzt habe – Menschen irren, Maschinen irren nicht weniger, sie finden auch das Haar in der Suppe)

habe mich von allabout in die 70iger beamen lassen – soll aus South Africa sein Mike Makhalemele – wenn du glaubst, der rainy day sei etwas aus Rumflezen plus Easy Listening – nun.

Habe endgültig alle Analytics-Tools rausgeworfen – sie widersprechen sich samtsonders (sind unpräzise) – habe nur noch einen Counter für Beitragsaufrufe und einen für Gesamtzahl Tagesbesucher – (das schwankt zwischen 1000 und 12000 – ich sehe nur Nummern – wozu auch immer, sehe, dass ich von den 871 Artikeln mehr als 800 wieder rausnehmen soll – so pyramidisiert sich das – Einzelentdeckungen raus, Häufungen weitertragen – no no no)

rumscholzen ist nicht

neulich träumte ich von einem ersten großen literarischen Ansatz: eine Ansage, die sich über Substantivhäufungen anhörte wie ein Flaubert oder Hugo – dabei war es wieder nur eine Thomas Mannsche Versuchsanordnung mit vielen gestelzten Objektbeschreibungen, denen das Leben ausging – am nächsten Morgen griff ich beherzt zu: Philip Roth

– btw: Sprache|Musik brauchen Verb Adjektiv Synkope oder Schieflage im Harmonischen oder umgekehrt auch im Dishamonischen brauchen sie Erkennbarkeiten – Wiedererkennbarkeit ist dabei nicht nostalgische Note, sondern Erinnerung mit Erzählbarkeit

die Aufteilungen der unterschiedlichen Sparten per Genrezuweisungen ergeben wenig Sinn – jedem Gartenpfleger sei ein Hausmeister inne – reprovinzialisiert bedeutet das: sehe noch wie heute, wie sie einen Dichterfürsten aus Nahost wegen seiner blümeranten Ausdrucksweise schallend lachend des Saals verwiesen (von denen, die damals laut lachten, wurde bis heute keiner sichtbar)

Harper Trio | Elmo Nero | Jasper Høiby | Ethan Philion

habe einen Nachmittag auf Youtube verbracht: es ist ein Grauen: ich habe mehr Sodastream und Apo-Gate im Kopf als Keith Jarrett oder Mariuhana

siehste mal wie das die Runde macht – hab ich drauf hingewiesen – Karl Seglem Størstebukken (til Magnars minne) – Plan [B]ums

Habe ich nicht drauf hingewiesen, ist trotzdem Plan [J]etzt auch da : Verneri Pohjola Bebe bringt mich auf Plan [V]ielleicht [W]ird [A]lles [B]esser [W]enn … – hab ich auch drauf hingewiesen : Tonbruket Stratopaus – kann man Plan [H]ören, dachte ich im [O]hrensessel – und guck, wo John Scofield mitmacht, ist nicht immer John Scofield drin, du hörst John Scofield kaum – musst schon vier Minuten aushalten und kannst dann mit den Augen rollen Rymden, John Scofield The Hike – hätte man auch per Ki ausrollen können – wer soll das alles noch hören bzw. mitkriegen? Plan [G]anz schön viel : hat Henry drauf hingewiesen : André Roligheten, Gard Nilssen, Mattias Ståhl, Johan Lindström, Jon Rune Strøm Pyramid Dance – alles in allem Plan [L]eidbild: darauf zu achten, nicht ständig vom Üblichen reingelegt zu werden | Flötentöne beachten!

Höre soeben Henry Threadgill aus dem Festspielhaus anlässlich Jazzfest Berlin – höre durch es hindurch mit der Vorstellung wie am Donnerstag mittenmang der müffelnden Sitzreihen zu hocken und nicht zu wissen, ob der Mief den eigenen Turnschuhen entweicht oder dieser geduckten modernen Architektur geschuldet ist, die ihren studentischen Aula-Gedanken vor sich herschiebt – mittenmang der ewig jung gebliebenen Alten Avantgarde, die schon vor 20 Jahren zusammenkam – höre Threadgill und denke, das ist konserviert nichts Neues – wir können auch Free auf der Tuba – ein Wunder, dass das junge Publikum nicht mitzieht – es wird nicht mal gefragt, kann nicht „abgeholt“ werden bei diesem Weißwein aus alten Schläufchen – soll aber an der Seitenbühne gesichtet worden sein – ein Festival das seinen Bogen über vier Generationen spannt, 30 Kinder stehen süß zappelnd verschüchtert konzentriert mitwippend im Chor und geben der Kulisse um Romain Clerc-Renaud einen barocken Anstrich – ein erster Höhepunkt, der zweite dann hoffentlich um 22:00 Uhr, dieser hier, der Henry ist eben seit zwanzig Jahren der Henry und jede seiner Aufnahmen findet Beachtung, wie macht er das nur, und alle haben sich monatelang auf dieses Event gefreut und vorbereitet und nun sitzt einer wie ich nicht im Publikum und denkt: das kann ja jeder, nur: wenn es jeder macht, bleibt es „Jeder“ – macht es Henry Threadgill, ist es Henry Threadgill mit Cis#4 – die erste halbe Stunde wurde ich nervös – geht da noch was? die zweite halbe Stunde war dann schon adrett ganz nett und auch der Geruch aus der Sitzen im Festspielhaus – das müssen die Sitze gewesen sein – war nicht mehr zu riechen – jenseits dieser 60 Jahre reflexiven Nabelschau oder Projektion, meinem Spiegelblick | nette Passage (Zweiter Teil – obwohl eine Komposition aus vielen Teilen, wo du die Akkorde, die welche sein wollen, als krumm und schief empfindest – “das hört sich falsch an”, sagt Silke Eberhard) im Rhythmusraum mit Posaune Minute 21:00, hier: der Rhythmus zieht – plus Technik / fiel mir auch bei Courvoisier / Halvorson auf – der Beat der zieht. Publikum ist begeistert –

22:00 dann Höhepunkt (hoffe und glaube ich: Irreversible Entanglements // Clay Kin | hätte ich gern Karten für „erobert“, es kamen mir die Unhöflich- und Pünktlichkeitsfanatiker zuvor – jetzt aber: freejazz – spoken words – high energy 22:06 – und so weiter – famos und weg –

„Notentext lesen lernen“

Den Artikel lese und verstehe wer will – jetzt sind also Hot-Links in Verruf – man setze demnach Bilder ins Netz und wolle aber Traffic vermeiden, da die eigene Bandbreite strapaziert würde und Kosten verursacht – Sorry, will man nun, dass die Bilder gesehen werden, oder will man es nicht – kein Verweis auf die Website wäre demnach besser? – versuche es so zu lösen: woher ich Bilder beziehe, darauf verweise ich im Artikel zurück – will ja aufmerksam machen auf Musiken, die nicht so häufig zu Wort kommen oder im Schaufenster landen – ich sehe keinen Unterschied außer dass das I-Net alles will und das richtig: auch seinen Knock Out

Das Netz voll Schlagdistanz.

dass GoBubble einem hilft, halte ich für ein Gerücht / 3% kommen über die Suchmaschine in Worten: drei Prozent. Von denen weiß ich nicht mal, was sie suchen.

offensichtliche Subversive

Das kann ich auch auf den Marktplatz bringen. Hier, ein Buch. Schenk ich dir.

Power-Prompt

Pathosblase

War unter der Woche im Zoo zu sehen wie ich lebe

Die Leuts ziehen sich ständig eins über

man hat seine Bücher gelesen

Es bleibt die Visitenkarte.

Furchtbar wie sie sich verheben, furchtbar.

Klick-Reihenfolge ordnen

wird schwierig die zu autorisieren, die dich für ihre Projektionen aussuchen

Kunstfugen

Händeringend

Sie ruinieren sich ihren Ruf

For ever Young – Dead Man.

Habe übrigens die Frankfurt City Blues Band gefunden auf YouBleTrouble – eine meiner ersten Langspielplatten überhaupt, der Beginn meines Endes sozusagen – gestern hörte ich sie und blickte meine Bücherwand entlang und fragte mich, warum und wozu habe ich das alles gekauft und gelesen.

Jetzt wo Alpha&Mista und die anderen Liebhaber des Konföderierten Crash Hand in Hand ins gleiche apokalytische Horn blasen.

Mal ganz im Ernst. Es gibt Arbeit und einen Schlafplatz. Könnte meine Gitarre mal wieder … das Klavier. Soll jetzt Mittagspause machen laut Zeiterfassung.

Frankfurt City Bluesband is in Town Cover

0:00 The Band Is On The Road 2:53 I Don’t Need No Doctor

23:49 Rollin’ And Tumblin’ 27:26 Georgia On My Mind 31:50 Let’s Go Stoned

Credits Vocals, piano and guitar – Andreas August Guitar – Manfred Häder Harmonica and bottleneck guitar – Bernhard Dill Bass – Tscho Thomas Schilling Drums – George Viel Saxophone – Achim Fahr (track 3)

Aufnahmen wie sie kommen und gehen – man kann die Menge kaum überblicken – und aber auch nicht jede Aufnahme gebührend würdigen. Bestenfalls drauf hinweisen. Und selbst das kostet Kraft, Mühe und Zeit.

… kann mal wieder ein Buch aufschlagen und nach Stichworten suchen, da sie mir selbst ausgehen angesichts der Weltenlage und der andauerndern Orientierungslosigkeit. Schlage auf und sehe: Jackie Varra. Kennst du Jackie Varra? Jackie Varra war Posaunist und spielte schon zu Swingzeiten 1924 – 1926, keine seiner Auftritte ist medial bezeugt, er spielte derart atonal, man riet ihm, nie wieder die Posaune an seinen Mund zu setzen. Später spielte er mit Albert Ayler Freejazz und sogar eine Komposition hat er hinterlassen: “Paradise Stomp”. Gib mal Jackie Varra in Youtube ein, du kriegst nur Che Guevara zurück. Auf Google wird dir eine Netherlands-Version von Jackie Varra präsentiert [Wikipedia] – die lautet übersetzt:

Varra, ein Musiker mit italienischen Wurzeln, spielte kurz mit Buddy Bolden. Bevor er mit der Band auftrat, musste sich der weiße Varra immer das Gesicht schwärzen. Mit seinen fast atonalen Improvisationen war sein Spiel für die damalige Zeit ziemlich wild und er konnte weder im Chicago Jazz noch im Swing eine Anstellung finden. Möglicherweise beeinflusste er den Pianisten Thelonious Monk, mit dem er befreundet war, und als der Free Jazz in den 1960er Jahren aufkam, wurde er endlich geschätzt. Er spielte mit Albert Ayler und verschwand dann für 29 Jahre in ein Trappistenkloster. Mit 96 Jahren trat er als Sänger in einem Münchner Lokal auf.

[Wikipedia]

Dass er mit 96 noch gesungen haben soll, scheint nicht schlüssig – geboren ist er wohl 1902, lt. Schaal verstarb er 1982 – Ich lese über Jackie Varra bei Hans-Jürgen Schaal “Jazzstandards – Das Lexikon – endlich mal ist das Internet dem Analogen weit unterlegen. Ansonsten bin ich ziemlich ratlos, was das Internet angeht. Es scheint sich selbst zu verzehren. Es gibt mir keinen passenden Paradise Stomp zurück. Das ist ein paradiesisches Stampfen. Widersinnig ist das. Es sei denn, du empfindest Stampfen anders. Nämlich paradiesisch. Ich hab den hier gefunden: Paradise Stomp von The Au Brothers

  • gestern Magnolia [1999] gesehen mit Julianne Moore, Philip Seymour Hoffmann, Tom Curise, William H. Macy u.a. – eine der vielen seinerzeit gekauften DVDs – da seit Mittwoch 15:30 kein Netzwerk mehr – denen von Pyur soll ein Bagger auf der Länge von 200 Metern Höhe Rummelsburg das Kabel durchgebissen haben – wer es glaubt wird Baggerfahrer und überlässt die Spekulationen denen mit dem Draht zum Kabel. [das hätten wir nun auch: Glasfaser ist nicht reißfest, heißt: bei Zug zerbirst es in sich und das eben auf einige Meter, hier auf 200m – die Baggerfremdeinwirkung geschah auch nicht in Rummelsburg, sondern in Lichtenberg]
  • Jedenfalls: mein Zufalls-Zitatenschatz ist um einen Satz reicher. Auster sagt: “Nichts ist wirklicher als der Zufall.” Der Sprecher im Anfang des Films dagegen: „Nein, dies war kein purer Zufall. Solche eigenartigen Sachen passieren andauernd.“ Denn: „Wir haben mit der Vergangenheit abgeschlossen, aber die Vergangenheit nicht mit uns.“ Oder: auch der Filmtitel kann kein Zufall sein, denn das Wort „Magnolia“ hat acht Buchstaben – [Regisseur Anderson in einer US-Talkshow]
  • Stichwort Deprivation
  • Stichwort Rhythmusgruppe – oder I Find A New Baby – Katzenbild. Just One of Those Things.

Aufnahmen, die ich besprechen wollte und nicht mal angezeigt habe, dass es sie gibt, jetzt aber:

Roberto Pistolesi

Open Lands and Moving People
by Roberto Pistolesi

Open Lands and Moving People

Steve Smith, Vital Information

A Prayer For The Generations
Steve Smith, Vital Information, Manuel Valera, Janek Gwizdala

A Prayer For The Generations

fractus

fractus
by fractus

fractus

Der Piefke protzt und sagt mein Berlin dazu. Die Leute klimpern mit den Taschen, dann waren es nur Murmeln oder ihr Haustürschlüssel. Musikempfehlungen am Limit – es ist Sommerpause. Hierzu fiel mir noch ein: Piefke fährt nach Österreich in den Urlaub und sagt mein Österreich dazu. Hab im Übrigen kein Bedauern mehr für Martin Walser, versuchte ich doch das Einhorn noch einmal zu lesen. Sowas von geschwätzig, da sage noch einer, ich sei geschwätzig. Der Walser, ab heute nur noch Der Walser – hat nicht halb so viel Humor wie der Walser, den er in seinen Büchern vorgab nicht zu sein. Das ist alles eins zu eins Martin Walser und dahinter dann der fortwährende Walser, der andauernde Walser, der sich wiederholende Walser, der Ehebruchswalser, der Komödienwalser, der Lasst-uns-endlich-nicht-mehr-Schuld-und-Sühne-spielen-Walser, der Lasst-mich-meine-Bücher-schreiben-und-in-Ruhe-Walser – im Einhorn regnet es hostiengroße schwernasse Flocken, die Sonne scheint und “ich sah sofort die gegen uns gerichteten Anstrengungen des Wetters.” Der gegen-den-Strich-Bürsten-Walser hat Fingerzeigen, Stummelsätze und Kopfnicken drauf. [vielleicht hielten sie mich für ein Möbelstück, das noch nicht dran war.]

Ich weiß immer nicht – bin ich es [geworden] oder ist es das Buch “Jetzt lobte ich mein Bedauern als kindliche Hellsicht.” es scheint mir ein jeder Walser-Satz ein Schief-Satz-Gebilde, ein Krumm-Ding-Gekröse, eine komische Ewigkeit, ein abgeräumtes Bett, ein Blickwechsel im kahlen Zimmer. Im Hafen des Mutterlandes. Aber Birga und Kleiderbürste haben einen Plan – der führt in den Abschied. [Abstieg]

Ich schlug das Buch zu und wollte rufen: Es war so ein Fest. So ein irgendwie-Fest. Ein Unding meiner Gedächtniskammer. Diesen Walser hätte ich nie gelesen, wenn ich nicht damals treu-dumm Fan eines Gitarristen gewesen wäre, der ach so ober cool wirkte und auch noch Walser las mit Vergnügen. Mit ausgepumptem Gesicht. Mit Freude an schwarzen Zeigefingerhänden. Zu bewundern ist die Sicherheit des Instinkts. Bitte. Frage mich im Spaß am Ernst – wie viel Zeit habe ich verbracht mit diesem Kerl, der nun auch seine Bedeutungslosigkeit mitgenommen hat, ohne mich zu warnen vor der Bedeutungslosigkeit eines jeden Satzes. Im Walser-Satz, im Walser-Absatz. Im Walser-Komma, im Walser-Punkt. In der Luft kauend die Blüten. Besser: in der Luft lauernd die Blüten. Denke, der Walser saß häufig selbstredend im Zimmer und lachte verwundert vor sich hin über sich und seine Einfälle – wie er sich selbst herbeischreibt und erfindet und dabei alles durchmacht, was Schreibende durchmachen – nur eins hat er offenbar selten gemacht: Überflüssiges zu streichen. So bleibt die ganze Walser-Selbstverliebtheit stehen nicht etwa wie ein Kartenhaus, sondern wie eine Obsession: sich selbst auszuliefern, um zu liefern.

Das Persönlichkeitsrecht schützt insbesondere das Recht des Einzelnen auf Achtung seiner Würde als Mensch sowie die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Umfasst ist grundsätzlich jeder Teil einer Person, der für sie charakteristisch ist – z.B. der Name, die Stimme oder Aussehen. Auch die Ehre sowie die Privatsphäre eines Menschen sind über das Persönlichkeitsrecht geschützt. 

Das Persönlichkeitsrecht ist jedoch nicht nur ein Grundrecht, das den Staat bindet. Es beeinflusst auch eine Vielzahl von unterschiedlichen Rechtsgebieten, insbesondere das Zivilrecht. So ist es als „sonstiges Recht“ neben den absoluten Rechten Leben, Körper, Gesundheit, Freiheit und Eigentum vor Verletzungen durch Dritte geschützt, § 823 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), ggf. in Verbindung mit Abs. 2 und weiteren Normen des Strafgesetzbuches (StGB). Daher muss es auch von (Presse-) unternehmen sowie Privatpersonen wie Nutzern in den sozialen Medien beachtet werden. 

Das Allgemeine Persönlichkeitsrecht – Wie kann ich mich schützen? – dort auch ein Artikel, wie man die Persönlichkeit schädigende Einträge bei Google los wird

Trainspotting: Music from the Motion Picture
26.05.1996

Trainspotting (soundtrack)

im Origin:

1.”Lust for Life” (Iggy Pop, David Bowie) Iggy Pop 5:152.”Deep Blue Day” (Brian EnoDaniel Lanois, Roger Eno)Brian Eno3:583.”Trainspotting” (Bobby GillespieAndrew Innes, Robert Young, Martin Duffy) Primal Scream 10:36.”Atomic” (Debbie HarryJimmy Destri – Blondie song) Sleeper 5:11.”Temptation ” New Order 6:59.”Nightclubbing” (Iggy Pop, David Bowie) Iggy Pop 4:15.”SingBlur 6:03. “Perfect Day Lou Reed 3:46. “Mile End” Pulp 4:33.”For What You Dream Of” (Full On Renaissance Mix) Bedrock featuring KYO 6:30.”2:1″Elastica 2:35.”A Final Hit”Leftfield 3:17.”Born Slippy .NUXXUnderworld 9:46.”Closet Romantic” Damon Albarn 3:09

Unbedingt

Es ist der Mechaniker

ein Kosmos in Monk’s Musik

Du sitzt die Hälfte deiner Zeit vor Fortschrittsbalken

KI in Händen der Firmen, die ihre eigenen Produkte nicht beherrschen

Zwischenstufe und keine Sicherheiten

The Key
Karin Hammar, Rita Marcotulli, Andreas Hourdakis, Niklas Fernqvist, Fredrik Rundqvist

Karin Hammar – Posaune (The Key) vom Album Opening 2023

in großer Entfernung den tropfenden Hahn begutachten

unverbrauchte Gedanken

Elementares sich abschminken, oder elementares Abschminken

Nils Wogram
2010

Rusty Bagpipe Boogie
Nils Wogram, Root 70

Listen to Your Woman

Jobkiller

the best of
11:11

Wasser schöpfen und die Reinheit von Papier betrachten

Abfahrsätze

posaune

Jennifer Wharton
2019

Hättest du der Welt etwas Einzigartiges, etwas Besonderes oder Wichtiges mitzuteilen, du hättest es der Welt bestimmt schon mitgeteilt.

Die Kinder immer wieder auf der Insel

im uralten Weinkeller

Zeitfahren 1997

Auburn Whisper
Natalie Cressman, Ian Faquini

Auburn Whisper
Natalie Cressman Trombone, Ian Faquini
2022

“traumwandeln”

80% der Texte in Jazz-Büchern gelten Namen

Posaunen von A – Z

habe meine Texte gefressen – und : nichts und – blättere durch Bücher und sehe Labyrinth, Scheherazade und Geschichte.

Trombone & Organ 

Trombone & Organ - 400 Years of Stylistic Variety from Baroque to Modern Times , Abbie Conant & Klemens Schnorr (Works by Cesare, Händel, Krebs, Marcello, Guilmant, Helmschrott and Ives)
Abbie Conant, Klemens Schnorr

Abbie Conant, Klemens Schnorr
1987

Stilmix

viel Hupen

Big Apple
Gunhild Carling

Posaune von Gunhild Carling

Zwischen Mangel und Reserve

Ganz hinten in der hintersten Ecke

Zwischenrufe zwischenschneiden

Der Lutz bekommt den Büchnerpreis und blickt ernst drein.

The Strip

The Strip
Lis Wessberg

Lis Wessberg
2021

Pflaumen-marmelade

Rhabarber-kuchen.

im Zimmer sitzen und versuchen die sich auftürmende Wut mit Glut zu umschreiben

Mozart: Requiem, K. 626 - III. Sequentia: b. Tuba mirum (Orch. Süssmayr, Beyer)
Karita Mattila, Sara Mingardo, Michael Schade, Bryn Terfel, Berliner Philharmoniker, Claudio Abbado

Die Posaune im Requiem von Mozart

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Annie Whitehead

Paper Of Pins
Bill Wells, Annie Whitehead, Stefan Schneider, Barbara Morgenstern

Paper of Pins 2009

Der Begriff
Lebensprobleme

Dass da ein kränkelnder alter Mann einsam seine Entscheidungen trifft –

Ein Irrwitz, der Irrwitz – ein Systemfehler no-disk-found-error

Frank Woeste, Ryan Keberle

Reverso - suite Ravel
Frank Woeste, Ryan Keberle

Reverso – suite Ravel
2017

Stehen zwischen vor oder hinter den Häuserzeilen.

Die Unknappheit – an Substantiven

Als ich las, die Generation Z benutze keine Gedankenstriche mehr, wurde mir kalt und warm gleichzeitig im limbischen System meines Gehirns – es drohte Eruption, ich hörte Posaunen

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