Mein Bauchladen – für Aktuelles nicht nur im Jazz


… der Bauchladen – ersetzt den Likehandel auf Social Media – das Sprüche klopfende Türschloss | vom esoterischen Risotto zum flamencostampfenden Windelpaket – Spielmannszüge der Waldschnepfe – komamüdes Komma : ein Toast schmeckt nach f-dur, im Spesenkonto : Musik ist wenn alle reden – wofür es lohnt, Geld hinzulegen : zu Fehleinschätzungen und Deutungen fragen Sie Ihren Arzt&Verleger – Aktuelles nicht nur im Jazz

wir sind für die Brotkrümelsortierung zuständig, andere machen daraus Big Deal oder andere Überheblichkeiten

JAUBI

Scrimshire

Petter Eldh

David Binney

Charmichael

Tidal Playlist

vieles läuft auf elektronischen Bauchladen hinaus – entfaltet durchaus eigene Struktur oder bleibt Eintagsfliege. Die Reihe vervollständigt mit Flint! von Bruut! – muss das Netz mal zumachen – vieles läuft sich auch leer |

war das Gedächtnis eine Spielwiese – (?) oder waren es zu viele Spiele – (?) oder war etwa zu viel Ernst im Spiel – (?) bedenke noch: wie viel davon lässt sich wiederholen (.)

Siehe da, selbst aus dem Commercial Destruct hin und wieder Überraschungen Dave Okumu – mit Beat lässt sich schaukeln bandcamp | tidal – kommt aus Wien, setzt aber London, Thomas Bernhard wird‘s egal sein

Muss ich nicht hinterfragen, läuft hinter sich selbst her

Eric McGarry: Electric and Acoustic Guitars 
Micah Graves: Piano and Fender Rodes 
Mervin Toussaint: Alto Saxophone 
Pete Dennis: Upright Bass 
Steven Perry: Drums 

bandcamp | tidal

Bandcamp sei Dank: Kyle Madsen Trio – Celestial Beeings – das sind
Kyle Madsen – Tenor & Alto Saxophone/Flute/Bass Clarinet/Compositions | Ben Dillinger – Bass/Compositions | Gustavo Cortiñas – Drums |
nennt sich Chamber Jazz – ist frisch, bewegt bewegend, traditionsbewusst und technisch höchst anspruchsvoll | himmlische Wesen – gut geerdet bandcamp | tidal

Muss mit dem Vorwurf leben, ich würde zu viel Jazz aus Übersee darstellen – kann dazu antworten: Hiesige geben sich offenbar mit FB und Insta zufrieden, ich sehe sie nicht – bin inzwischen überzeugt davon, dass Clubs die bessere Alternative darstellen | außerdem: ich kann nicht durch geschlossene Türen sehen

Ohne Worte – NYC – Punkjazz – bandcamptidal
NU Jazz : keine Compilation sondern eine Band

Ich hab da auch endlich eine Idee, wie ich den Suchmaschinen beibringe, dass es so etwas wie Jazz in Berlin auch auf dieser Seite gibt – lasst euch überraschen – muss das noch testen – vor allem muss man erst einmal die Suchmaschinen überraschen –

das hat man nun davon : Aufnahmen-Hopping – mir klingelt es im Ohr – bin gewiss durch 30 Aufnahmen gewackelt, machs jetzt wie beim Besuch von Webseiten und brilliere durch Absprung-Rate unter vier Sekunden – der Reihe nach : Bobby – keine Ahnng, es sind Mitschnitte aus 1997 und angeblich sollst du die Time out of Mind in deinem Regal stehen haben, habe ich nicht und werde sie auch nicht im Regal stehen haben – ACT wartet mit zwei interessanten Aufnahmen auf – trotzdem: eher maßgeschneidert im Sinn von passt ja, aber … – Alex Sipiagin vielversprechend, später dann : von den mehr als 30 Alben bleiben vielleicht zwei oder drei hängen – Mike Dillon (punkjazz) nochmal testen – du kannst sie nicht alle würdigen, selbst wenn du es willst : Brian Blade bleibt herausfordernd – Entdeckung ist Hiroshi Ozone, Makato Ozone Unison Punkt

Texte ausdünnen – es fällt mir schwer auszudünnen – klebe an jedem Wort – meine letzte Instanz | das Wort : davon es ein Vielfaches gibt – es sind Worte wie Silben wie Töne nur Worte nur Silben nur Töne – sie neu zusammensetzen und zu komponieren anfangen

Sehe schon: Londonjazznews (Bill Laurance) und jazz-fun (Frederik Köster, Thomas Nordhausen, Little North, Ali Shaheed Mohammed u.a.) kümmern sich. (schauen wir mal) mächtig was freigesetzt heute. Punkt

komme von hier … Die Brian Blade allein ist 90 Minuten – [tidal] und höre natürlich komplett ungeduldig ein mehr oder weniger theatralisches Hello To The Wind … könnte ja mal eine Serie von Bildchen setzen – kann das auch ruhen lassen und erstmal gucken, was die anderen machen … auf Bandcamp noch gar nicht nachgeguckt. … eine Eruption.

Das Schnellverfahren funktioniert leider nicht – lass mich gerade von Sarah McCoy betören – eindeutig: was eine Stimme. sie kann singen – will dazu noch nichts sagen – das Album aus 2019 Blood Siren war schon sehr überzeugend. Jetzt kommt es quasi drauf an: setzt sie sich durch? Vermute ja. Quasi selbstlaufend. Sie kann es einfach. Punkt [tidal]

Höre die Hintertür knistern – Bandcamp-Empfehlung eingetrudelt – Frederik Köster: Berlin Die VerwandlungUntil I Find You – feine Dynamiken – später mehr

Der Klassiker – deine Zeit ist knapp, du hast ein Überangebot an Neuerscheinungen, willst nicht so tun, als würdest du nicht konzentriert zuhören können, willst es trotzdem wissen – und wenn nun alles hier vorne herumspringt – wer zuerst kommt malt zu erst oder ähnlich, da bleibt dir selbst nur flüchtiges Schauen, flüchtiges Zugreifen, das übertriebene Schnellsein – ist primativ – würde ich mal behaupten, Papa sitzt auf dem Felsen erhöht und guckt zu – wann haben Sie das letzte Mal eine Rezension gelesen, Wort für Wort?

Entscheide mich für AKA MOON – Quality of Joy – schaue, wer sich schon gekümmert hat – wie so häufig: highresradio – (hier übrigens kannst du der Veröffentlichungsflut beinahe täglich zuschauen.) Gehe noch einmal in mich. Muss eh raus. Punkt

Gebe mich geschlagen : Gilad HekselmannFar Star tidal | bandcamp | ansonsten: Wettern sie in ihren graumellierten Januartrübsinnigkeiten herum und verklären die Farblosigkeit, Hoffnungsbraten gesichtet – sie erzählen sich Geschichten vom Tierwohl zum Menschenwohl – leben im Stress, am Ende des Tages kippen sie sich die Flachen rein und ziehen sich das Jackett ihrer Loser-Disposition zurecht | vor ihren Self-Fullfilling-Prophecy-Glasscheiben | und wollen mich in die Brett Eastern Alice Straße locken, obwohl die Julia Zehdenick Berghütte genauso ruft und ich mich aber für den Dampfgassenplauderer entschieden habe, in dem steht auch nichts drin, außer ein bisschen Zauderei und liebliche Sprachlosigkeit – lassen wir es auf uns zukommen oder morgen ist auch noch ein Tag, wird schon schiefgehen : mit ironischem oder wehleidigem Blick – im Übrigen man viele Aufnahmen an ihrem Titelstück erkennen kann und weniger daran, was andere über sie sagen; das Stück Far star ist einfach hier rein dort raus – sehr auf die Netiquette hin

Dokuempfehlung: Berlin 1933 – Tagebuch einer GroßstadtARTE – das Volk von Schiller und Goethe hat es zugelassen und mitgemacht | „ich umarme dich, dein Carl“ von Ossietzky – Mühsam wird 56 Jahre alt – Berlin soll im dritten Reich zur Welthauptstadt von Germania werden – Berlin Ende 1933, die Nazis sind seit drei Monaten an der Macht – noch sind die Gewerkschaften nicht gleichgeschaltet, noch gibt es Hoffnung

Vorgabe heute: Hardbop Artikel weitertreiben, Freejazz hören, hinter Lizenzen her telefonieren, nochmal schauen, was ich falsch mache, alle versprechen Prosperität, unendliches Wachstum und zunehmende Reputation, hier läuft es umgekehrt: ich schrumpfe – Signifikat: die Gasfeder oder Druckfeder des Stuhls trägt nicht mehr, so sitze ich zwanzig Zentimeter tiefer, und niemand sieht mich … muss es mit mir selbst klarkriegen – hab schon Videos zur Reparatur einer Druckfeder gesehen, habe keinen Gummihammer, bin überhaupt nicht vorbereitet, auf nichts bin ich vorbereitet, nicht mal auf Freejazz. Darf mir einen Kursus aussuchen, der dreitausend verschlingt. Damit sie dort draußen, die mich nicht finden, mich finden – obwohl sie was anderes suchen

soll keiner sagen: es gebe Berührungsängste zwischen Rock und Jazz : Gov‘t Mule mit John Scofiled live 2015, kurz Sco-Mule tidal 2:33:52 -spontaner Gedanke: lieblings-live-mitschnitte | live at fillmore east der Allman Brothers Band 1971 | Eric Clapton Just one Night 1980 | Little Feat Waiting for the Columbus 1978 | Miles Davis We want Miles 1980 | Weather Report 8:30 1979 | Depeche Mode 101 | Black Celebration Tour | Live in Berlin | Vorschläge Rolling Stone

reingerutscht : Henry Franklin – The Skipper 1973 tidal

Netzfund : Nato Mosquito-Trainingscamp entdeckt | Scholzen heißt nicht Bolzen, sondern Dosen und Büchsen der Pandora öffnen

nehmen wir zwei der sieben Aufnahmen von Sonny Rollins aus dem Jahr 1957 (!) +plus Monk, ebenfalls 1957 (!)

Endlich wieder Klarheit haben wollen? Nun – dazu ist jeder Rückblick wie geschaffen – nehmen wir uns zurück und erinnern an Sonny Rollins – der Saxophon Koloss, der 1957 mit seiner sechsten 1956 aufgenommenen Aufnahme Saxophon Colossus endlich einen Durchbruch erzielt und im gleichen Jahr 1957 noch einmal sechs Aufnahmen veröffentlicht, darunter auch die Way of West.

Stress und Hektik aus dem Bebop scheinen wie weggeblasen. Auf der Deluxe Edition von Way out West hast du auf der zweiten Länge ab Take 7 ein paar zusätzliche Nummern, die jeder Saxophonskepsis gehörigen Gegenwind ins Gesicht blasen – das liegt auch an der dezenten, trotzdem präsenten Rhythmusvorgabe von Ray Brown am Bass und Shelly Manne am Schlagzeug

– das erste Album seiner Art mit Bass, Schlagzeug und Saxophon, wenn man Pitchfork glauben darf – in dem Artikel wird angedeutet, wie es zu diesem eigenwilligen Cover kam – der New Yorker Sonny Rollins 1957 das erste Mal im Westen, dort im Westen herrschte Country Shuffle Atmosphäre mit Pferdehufklappern und Cowboy Nostalgie – das ironisiert er auf dem Foto mit Saxophon statt Winchester Revolver

– zu empfehlen unbedingt: der Einstieg für Ungeduldige ab Stück 7 Monolog und weitere – wer etwas mehr Geduld hat und Zeit, einfach von Anfang an und einen Bourbon dazu – und aber nicht vergessen: gleich noch die Aufnahme hintendran, die ihm zum Durchbruch verhalf.

Auch nicht vergessen: Sonny Rollins spielt ebenso auf der Thelonious Monk Scheibe brilliant corners – ein weiteres Masterpiece, hier interessant: unter welchen Bedingungen das Masterpiece entstand und dass es im Sinn einer fertigen Aufnahme gar kein rundum schlüssiges und abgerundetes Stück von brilliant corners gab, sondern sein Produzent Orrin Keepnews die einzelnen vorhanden Takes zu einem Gesamten zusammenfrickelte. Nachzulesen bei Wikipedia