10.09.2025, 20:15
Paulo Morello – guitar
Lajos Meinberg – Piano
Phil Donkin – Bass
Tobias Backhaus – Drums
Das Quartett um den international renommierten Gitarissten Paulo Morello und den Pianisten Lajos Meinberg, eine der spannendsten jungen Stimmen der Berliner Szene, widmet sich dem unverkennbaren Sound des Meisters. Mit frischer Spielfreude lassen sie die Musik der Gitarrenlegende aufleben. Mit einer international agierenden Rhythmusgruppe interpretieren sie z.B. Klassiker wie Four on Six oder West Coast Blues – virtuos swingend und voller Energie (Badenscher Hof)
paulomorello
lajosmeinberg
phildonkin
Tobias_Backhaus
with Johann Greve – bass
Lajos Meinberg – Piano
2025
von Phil Donkin
2025
Wes Montgomery gilt als einer der einflussreichsten Jazz-Gitarristen aller Zeiten. Zwei seiner Alben sind besonders wichtig für das Verständnis seiner Musik und seines Einflusses:
The Incredible Jazz Guitar of Wes Montgomery (1960)
Dieses Album gilt als eines der essenziellen Werke von Wes Montgomery. Es wurde von Orrin Keepnews produziert und enthält eine Mischung aus Standards und eigenen Kompositionen, die seine einzigartige Spieltechnik und Harmonik hervorragend zur Geltung bringen. Besonders hervorzuheben ist seine Verwendung von Octave-Spielweise, eine Technik, bei der er oft mit dem Daumen über zwei Oktaven auf der Gitarre spielt, was zu seinem markanten Sound beiträgt. Das Album enthält u. a. die Stücke Four on Six, West Coast Blues und Polka Dots and Moonbeams, die zu seinen bekanntesten Kompositionen gehören.
Innovative Gitarrentechnik: Das Album zeigt, wie Montgomery den Daumen anstelle von Plektren für einen warmen, kräftigen Klang einsetzte. Außerdem hat das Album eine ganze Generation von Gitarristen beeinflusst und bleibt ein Standardwerk im Jazzgitarrenspiel.
Smokin‘ at the Half Note (1965)
Dieses Album wurde live aufgenommen und ist eine der besten Darbietungen von Montgomery im Zusammenspiel mit einem hervorragenden Trio. Aufgenommen im Half Note Club in New York sorgt die Besetzung mit dem Pianisten Wynton Kelly, dem Bassisten Paul Chambers und dem Schlagzeuger Jimmy Cobb für eine harmonische Grundlage, auf der Montgomerys virtuos-swingender Spielstil perfekt zur Geltung kommt. Tracks wie No Blues und West Coast Blues gehören zu den herausragenden Momenten.
Das Album vermittelt das dynamische Zusammenspiel zwischen den Musikern und Montgomerys Fähigkeit, in einem Live-Setting noch mehr Energie und Ausdruck zu entfalten. Neben seinen typischen Balladen und Bluesstücken zeigt Montgomery hier auch seine Fähigkeit, im schnellerem, komplexeren Tempo zu spielen.
Beide Alben sind von entscheidender Bedeutung, um Montgomerys Einfluss auf die Jazz-Gitarre und die Entwicklung des Jazz im Allgemeinen zu verstehen. Während The Incredible Jazz Guitar eher die technischen Grundlagen und seine Innovationskraft auf der Gitarre zeigt, bringt Smokin‘ at the Half Note seine Bühnenpräsenz und sein Zusammenspiel mit anderen Musikern zum Strahlen.
Tribute to Wes Montgomery
Badenscher Hof
Badensche Straße 29
Berlin, 10715
Alle Angaben ohne Gewähr


