Gilbert Paeffgen Trio – Der Mann auf dem Trampolin
Release 24.05.2025
Gilbert Paeffgen Drums, Hammered Dulcimer, Composition
Claude Meier Bass
Fabian M. Mueller Piano
claudemeier
fmsounds
gilbertpaeffgen
Der Titel Der Mann auf dem Trampolin als Album- oder Projektbezeichnung spiegelt das künstlerische Selbstverständnis der Akteure gut wider: spielerisch, dennoch tiefgründig und voller Überraschungen. Das Bild eines Mannes auf einem Trampolin kann eine Metapher sein für Balance auf der einen, Auf- und Abbewegung auf der anderen Seite. Wie das ständige Ausloten von Höhe zu Tiefe. Oder im Spannungsfeld von Freiheit zur Unfreiheit – das pressiert, wenn Arpeggien, Volten oder Rezitative ins Hypnotische gleiten in den Geschichten mit ihren abgestimmten kompositorischen Elementen, aber ins Verhältnis geschoben werden, wo Improvisationen mit dynamischen Nuancen und kammermusikalischer Stringenz warten – der Wechsel von leicht zu schwer, von oben zu unten und wieder zurück in die Überflugszone zwischen Impremeins und Impredeins – die Wortspiele wechseln mit den Tonarten, den Tempi, der ausgesprochen abwechslungsreichen Intonation – Impre könnte das Präe auf Improvisation bedeuten, als erster unmittelbarer improvisatorischer Impuls – was eine weitere Tür öffnet zum experimentellen Charakter der Stücke, die zwischen Spontanität und Struktur balancieren: Du spürst die Fähigkeit Paeffgens, Raum zu schaffen und eben auch Bewegung zu erzeugen – auf diesem Trampolin, der zum Springen einlädt und aber selbst rhythmisch schwingt.
Die Wortspiele Impremeins Impredeins in dieser strengen Kammer.
Die Strenge Kammer. Das könnte ein Hinweis sein auf strenge Kammermusik. Auf eine formale, fokussierte, vielleicht sogar minimalistische Klangwelt, in der Detail und Präzision eine große Rolle spielen. Oder der Glockenchip. Eine Kombination aus Glocke für ein klares, metallisches Klangbild mit Chip für eine technologisch digitale Angelegenheit. Ein zwischen den Zeilen Stehen im traditionellen Instrumentalklang mit seinen modernen, vielleicht elektronisch inspirierten Sounds oder Spieltechniken. Oder eben So so Zäuerli.
Das Zäuerli ist ein traditioneller schweizerischer Jodelgesang, der sehr expressiv und frei intoniert ist. Die Bezeichnung So so Zäuerli könnte auch eine ironische Anspielung auf Volksmusik sein, die in diese moderne und improvisatorische Klangsprache einfließt oder wie auf dem Hackbrett noch einmal durchdekliniert wird und reflektiert.
Die Titelbezeichnungen folgen einer bewussten Verwendung ungewöhnlicher aber mehrdeutiger Notationen, die Neugier wecken und auf die vielschichtige, oft nichtlineare Struktur dieser Musik hinweisen. Sie sind kleine Rätsel, die zum Nachdenken und Hinhören animieren. Das Vieldeutige eröffnet atmosphärische Fenster in die Musik. Die Titel sind keine Beschreibungen im engeren Sinn, sondern geben eher Stimmungen, Metaphern oder Denkanstöße mit, die gleich auch die Komplexität der Musik widerspiegeln, ohne dabei überfordernd oder insistierend zu wirken, im Gegenteil, wer der hypnotischen Wirkung des Hackbretts erliegt, erfreut sich eines eigenen Zugangs zur Musik wenn wie in Impremeins und Impredeins alles Kopf steht und durchgerüttelt wird.
Gilbert Paeffgen ist ein deutscher Jazz-Schlagzeuger und Komponist, den es vor mehr als 30 Jahren in die Schweiz zog, wo er vor allem im zeitgenössischen Jazz und freien Improvisationen aktiv ist. In der europäischen Jazz-Szene wird er für seine Sensibilität, Kreativität und seine unverwechselbare Handschrift geschätzt. Konzerte und Aufnahmen mit ihm finden häufig auf Festivals und in Clubs statt, die sich auf anspruchsvollen, experimentellen Jazz spezialisiert haben.
Claude Meier ist ein schweizer Bassist und Komponist, der am Jazz- und Musiktheaterkonservatorium Zürich (heutige ZHdK) studierte und erhielt darüber hinaus Unterricht in New York bei renommierten Bassisten wie Lincoln Goines, Hillard Greene und John Hébert. Seine musikalischen Einflüsse reichen von Jazz über Hip‑Hop bis hin zu Musik aus Südamerika, was auf seine internationale Offenheit und Stilvielfalt hinweist
Fabian M. Mueller ist ein schweizer Pianist und Komponist, der am Lehrerseminar Rorschach (heute Teil der Pädagogischen Hochschule St. Gallen / Ausbildungsstätte für Musik) Jazz & klassiches Klavier studierte. Seit 2005 freischaffender Musiker, Pianist und Komponist in verschiedenen Formationen wie FM TRIO, Augur Ensemble, Duo mit Reto Suhner u. a. Das FM TRIO veröffentlichte bisher vier Alben (z. B. moment, ligne libre, objects & animals, SATT) und wurde in Funk und Szene gefeiert
Mit den besten Empfehlungen:

von gilbertpaeffgentrio
Gilbert Paeffgen Drums, Hammered Dulcimer, Composition
Claude Meier Bass
Fabian M. Mueller Piano

von Gilbert Paeffgen Trio
Features Gilbert Paeffgen (drums & dulcimer), Claude Meier (bass), and Yves Theiler or Oli Kuster (piano)

The title Der Mann auf dem Trampolin (The Man on the Trampoline) as an album or project title reflects the artistic self-image of the protagonists well: playful, yet profound and full of surprises. The image of a man on a trampoline can be a metaphor for balance on the one hand, up and down movement on the other. Like the constant exploration of height to depth. Or in the field of tension between freedom and lack of freedom – that presses when arpeggios, voltes or recitatives slide into the hypnotic in the stories with their coordinated compositional elements, but are pushed into the relationship, where improvisations with dynamic nuances and chamber music stringency await – the change from light to heavy, from above to below and back again into the flyover zone between Impremeins and Impredeins – the wordplay alternates with the keys, the tempi, the extremely varied intonation – Impre could mean the preface to improvisation, as the first immediate improvisational impulse – which opens a further door to the experimental character of the pieces, which balance between spontaneity and structure: You sense Paeffgen’s ability to create space and, indeed, to create movement – on this trampoline that invites you to jump and yet itself swings rhythmically.
The wordplay Impremeins Impredeins in this austere chamber.
Die Strenge Kammer. It could be a reference to austere chamber music. To a formal, focused, perhaps even minimalist sound world in which detail and precision play a major role. Or Glockenchip. A combination of Glocke (bell) for a clear, metallic sound image with chip for a technologically digital affair. Standing between the lines in the traditional instrumental sound with its modern, perhaps electronically inspired sounds or playing techniques. Or just So so Zäuerli.
The Zäuerli is a traditional Swiss yodel song that is very expressive and freely intoned. The name So so Zäuerli could also be an ironic allusion to folk music, which flows into this modern and improvisational sound language, or is once again reflected on the dulcimer.
The title designations follow a deliberate use of unusual but ambiguous notations that arouse curiosity and point to the multi-layered, often non-linear structure of this music. They are little riddles that encourage reflection and listening. The ambiguity opens atmospheric windows into the music. The titles are not descriptions in the strict sense, but rather provide moods, metaphors or food for thought that also reflect the complexity of the music, without being overwhelming or insistent. On the contrary, those who succumb to the hypnotic effect of the dulcimer will enjoy their own access to the music, especially when, as in Impremeins and Impredeins, everything is upside down and shaken up.
Gilbert Paeffgen is a German jazz drummer and composer who moved to Switzerland more than 30 years ago, where he is mainly active in contemporary jazz and free improvisation. He is highly regarded on the European jazz scene for his sensitivity, creativity and unmistakable style. Concerts and recordings with him often take place at festivals and in clubs that specialize in sophisticated, experimental jazz.
Claude Meier is a Swiss bassist and composer who studied at the Zurich Jazz and Music Theater Conservatory (now ZHdK) and also received lessons in New York from renowned bassists such as Lincoln Goines, Hillard Greene and John Hébert. His musical influences range from jazz and hip-hop to music from South America, which is indicative of his international openness and stylistic diversity
Fabian M. Mueller is a Swiss pianist and composer who studied jazz and classical piano at the Rorschach Teachers‘ College (now part of the St. Gallen University of Teacher Education / training center for music). Since 2005 he has been a freelance musician, pianist and composer in various formations such as FM TRIO, Augur Ensemble, Duo with Reto Suhner, etc. The FM TRIO has released four albums to date (e.g. moment, ligne libre, objects & animals, SATT) and has been acclaimed on the radio and in the music scene
Das Spiel mit dem Hackbrett –

Die Künstlerin Inga Häusermann stellte die Frage „Wie klingt das Glück“ in den Raum des Berner Brünnengut und BesucherInnen des Parks antworteten per SMS. Der Musiker Gilbert Paeffgen reagierte darauf am 29. Oktober 2011 mit einem Konzert. YOUTUBE

werner hasler, gilbert paeffgen, christopher dell @ jazz in der kammer magdeburg 21/1/2013

von Karl Berger, Werner Hasler, Gilbert Paeffgen


