Hemisphere 4 

2026-02-22 @Zig Zag 20:30

Gebhard Ullmann reeds, electronics
Liz Kosack keyboards, electronics
 Silke Lange accordeon
Anna Viechtl harp, electronics
Taiko Saito vibraphone, bass drum
Oliver Potratz bass
Eric Schaefer drums

gebhard-ullmann

Hemisphere 4
Hemisphere 4
Gebhard Ullmann, Liz Kosack, Silke Lange & Taiko Saito

Hemisphere 4 ist das neueste Projekt des visionären Saxophonisten Gebhard Ullmann. Angesiedelt zwischen Jazz, Kammermusik und Ambient, irgendwo im Spannungsfeld zwischen akustischer und elektronischer Musik nimmt die international und innovativ besetzte Klangreisecrew um Ullmann Kurs auf neuartige, generations-, gender- und stilübergreifende Klangwelten.

Die Meisterschaft, wie sich das Quartett auch in mikrotonalen Gefilden bewegt und mit elektronischen Klängen umgeht innerhalb einer Welt der gelenkten Improvisation, ist schlechterdings überwältigend. Man darf sich hier einfach mal faszinieren lassen von so viel Ideenreichtum, der dabei immer durch seine Formung zum musikalischen Statement der schwebenden Selbstverständlichkeit ausreift. Beeindruckend! ‚
Martin Hufner, Neue Musikzeitung (4/24)

Der umtriebige Gebhard Ullmann lebt in Berlin und in New York als professioneller Komponist, Saxophonist, Bassklarinettist und Flötist. Er gilt als eine der führenden Musikerpersönlichkeiten der Berliner und der internationalen Szene und hat mehr als 70 CDs auf renommierten Labels veröffentlicht. Für seine Arbeit erhielt er unzählige Preise (u.a. Julius Hemphill Composition Award in zwei Kategorien, Preis der Deutschen Phonoakademie, SWF Jazzpreis, zahlreiche Preise und Stipendien der Stadt Berlin sowie den ersten Berliner Jazzpreis (2017). Regelmässig wird Ullmann im Critics Poll des renommierten Downbeat Magazins gelistet, 2015 in gleich drei Kategorien. In seinen zahlreichen Projekten arbeitete er regelmässig zusammen mit: Achim Kaufmann, Pascal Niggenkemper, Gerald Cleaver, Chris Dahlgren, Drew Gress, Clayton Thomas, Paul Bley, Andy Emler, Marvin Smitty Smith, Ellery Eskelin, Bob Moses, Trilok Gurtu, Ab Baars, Andreas Willers, Lauren Newton, Andrew Cyrille, Sylvie Courvoisier, Frank Möbus, Lee Konitz, Alexander v. Schlippenbach und vielen anderen der grossartigen Szenen diesseits und jenseits des Atlantiks.

Liz Kosack ist nicht nur preisgekrönte Keyboarderin und Synthesizer-Visionärin. Neben ihrer musikalischen Tätigkeit ist sie ebenfalls als Visual Artist und Grafikerin tätig. Aus der kreativen Musikszene ist sie seit ihrer Übersiedlung in die Berliner Wildnis im Jahre 2013 nicht mehr weg zu denken. Sich selbst mehr als “interdimensionalen Botschafter” verstehend, tritt sie stets mit selbst kreierten Masken auf und ist Kopf mehrerer eigener preisgekrönter Projekte. 2019 wurde sie mit dem SWR Jazzpreis ausgezeichnet. Sie arbeitete unter anderem mit Elias Stameseder, Jim Black, Tilo Weber, Anna Webber, Clara Haberkamp oder Dan Peter Sundland.

Taiko Saito ist eine japanische Vibraphonistin und Komponistin. Die Virtuosin ist sowohl im Jazz als auch in der klassischen Musik aktiv und hat sich ein bemerkenswerter internationales Renommee erspielt. Seit 1998 lebt sie in Berlin und studierte dort bei David Friedman. Sie arbeitet regelmäßig mit den kreativsten und vorausdenkendsten Köpfen der Szene zusammen und wurde 2023 mit dem Jazzpreis Berlin ausgezeichnet.

Anna Viechtl ist Harfenistin und konzertiert als Solistin, in Kammermusikensembles, im Orchester und in zeitgenössischen Formationen. Sie spielt in internationalen Spitzenorchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, den Bamberger Symphonikern, der Bayerischen Staatsoper München, der Staatsoper unter den Linden Berlin und der Kammerakademie Potsdam. Seit 2009 ist sie Mitglied des Zafraan Ensemble für Neue Musik, das mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde. Viechtl arbeitete mit Komponist*innen wie Eres Holz, Samir Odeh-Tamimi, Yoav Pasovsky, Johannes Schöllhorn, François Sarhan und Sarah Nemtsov zusammen und spielte zahlreiche Uraufführungen solo und im Ensemble. Sie war auf Festivals wie Ultraschall Berlin, MaerzMusik, Impuls Festival Sachsen-Anhalt, SWR ars nova, ECLAT Festival und dem Berliner Festival zu hören.

Silke Lange ist eine in Berlin lebende Akkordeonistin, Synthesizer-Spielerin und Performerin. Sie studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin mit Schwerpunkt auf Neuer Musik und interdisziplinären Formaten und arbeitet regelmäßig mit zeitgenössischen Komponist*innen an Uraufführungen. Sie ist Mitbegründerin des Ensembles LUX:NM, dessen Debütalbum LUXUS auf der Bestenliste der Deutschen Schallplattenkritik erschien. Konzerttätigkeiten führten sie u. a. zu Festivals wie Ultraschall Berlin, MaerzMusik, Donaueschinger Musiktage und Warschauer Herbst sowie zu zahlreichen Theater- und Rundfunkproduktionen.

Oliver Potratz studierte Klassik und Jazz an der UdK Berlin. Während des Klassik-Studiums wurde er Stipendiat der Yehudi Menuhin Stiftung. Noch vor Ende seines Studiums unterrichtete er an der UdK Klassik für Jazzstudenten. Er spielte auf zahlreichen internationalen Jazzfestivals ebenso wie als Solist mit renommierten klassischen Orchestern, als Produzent und als Komponist für Filmusik (z.B. Babylon Berlin) und Hörspiele für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Seine Arbeit als Bassist und Produzent ist auf über 60 CD ́s zu hören. Im Jahr 2008 gewann er mit der Band „Klima Kalima“ den neuen deutschen Jazzpreis, im folgenden Jahr belegte er mit dem Carsten Daerr Trio den zweiten Platz. 2015 und 2019 erhielt er Stipendien des Berliner Senats. Die Musik brachte ihn auf zahlreichen Tourneen in mehr als 60 Länder auf 5 Kontinenten. Seit 2019 hat er die musikalische Leitung bei Tim Fischer übernommen.

Der Schlagzeuger und Komponist Eric Schaefer arbeitet mit verschiedenen eigenen Ensembles und als Sideman. Die Bandbreite seines musikalischen Ausdrucks ist groß und verbindet Einflüsse aus Jazz, zeitgenössischer Musik bis hin zu Post-Rock, Dub und Noise. Er hat Stücke für Orchester, Piano-Trio und Jazz-Rock-Bands geschrieben. Der Einsatz von Gongs und Kleinpercussion sowie modularer Synthese erweitert das Spektrum von Schaefers Klangmöglichkeiten. Seine Arbeit mit Michael Wollny, Joachim Kühn oder seinen eigenen Formationen The Shredz und Kyoto Mon Amour ist auf zahlreichen Alben dokumentiert. Schaefer gilt ohne Zweifel als einer wegweisendsten Schlagzeuger Deutschlands.

Hemisphere 4