Kontext & Bedeutung oder: Textur und Struktur
Die aus Österreich stammende Yvonne Moriel ist eine Musikerin und Komponistin, die sich durch ihre Fähigkeit, Genres zu mischen, einen Namen im Bereich des Jazz gemacht hat und einen klaren Fokus auf melodische und rhythmische Innovationen hat. Sweetlife III – in einer Reihe mit Sweetlife und Sweetlife II – ist ein Album, das Elemente aus Jazz, Weltmusik und elektronischen Klängen vereint. Eine Mischung aus traditionellen und modernen Klängen, wobei experimentelle Arrangements und Improvisationen im Vordergrund stehen. Das Album legt besonderen Wert auf die Dynamik innerhalb des Quartetts, jedes Mitglied bringt die eigene musikalische Sprache ein und erzeugt so einen Gesamtklang intensiver und anregender Interaktionen.
Die Songs sind rhythmisch treibend und groovig, sie treiben dabei in einem Becken komplexer Arrangements, die zur Fusion aus Jazz, klassischen Versatzstücken und zugänglichen Melodien werden. Frisch, dynamisch, locker und erzählerisch. Rollend im Bass, spielerisch leicht im Klavier, vorangetrieben im facettenreichen Schlagwerk, schafft Yvonne Moriel auf ihrem Saxophone zusätzliche Fläche und Aussage, häufig spricht man in so einem Zusammenhang von Textur und Struktur, was angesichts der vielfältigen und umfangreichen Klangteppiche zur Chiffre wird für eine Musik, die sich vor dem inneren Auge abspielt und ausbreitet und aus sich selbst heraus vervielfältigt. Die Arrangements sprechen so gesagt für sich.
Yvonne Moriel ist dafür bekannt, dass sie ausdrucksstarke und komplexe Kompositionen schreibt, die wie in der Abteilung Sweet blau, grünlich und lilafarben auf Improvisation und musikalische Interaktion setzen, wo sich Räume öffnen und die Setzungen beginnen: wer mitmacht, darf gespannt sein, was die anderen beitragen. Gleichzeitig bietet die Melodik eine spannende Mischung aus leicht zugänglichen, fast hymnischen Momenten innerhalb dieser komplexeren und progressiveren Strukturen.
Moriel ist bekannt dafür, verschiedene Musikstile miteinander zu verbinden – Jazz, Weltmusik, elektronische Elemente – und dabei einen sehr eigenen Klang zu entwickeln. Einen großen Schritt weg von rein traditionellem Jazz hin zu einem innovativeren, genreübergreifenden Ansatz. Sehr in der Zeit und doch in der eigenen Geschichte. Auf ihrer Website steht dazu passend: Musik eignet sich auch sehr gut als Geschenk. Diese Aufnahme ist so ein Geschenk, mit den besten Empfehlungen!
veröffentlicht am 07. November 2025
Yvonne Moriel (saxophone, flute)
Lorenz Widauer (trumpet)
Stephanie Weninger (moog & keys)
Raphael Vorraber (drums)

von yvonne moriel :: sweetlife

Sweetlife Quartet – Kontext & Bedeutung – Yvonne Moriel – junge österreichische Saxophonistin
Yvonne Moriel ist eine zeitgenössische Saxophonistin und Komponistin aus Tirol, die in Jazz und klassischer Musik ausgebildet ist. Sie ist sowohl im traditionellen Modern Jazz als auch in experimentellen, genreübergreifenden Projekten aktiv und hat sich in den letzten Jahren einen Namen weit über Österreich hinaus gemacht. Wikipedia – Auszeichnungen & Anerkennung – Moriel wurde mit dem Österreichischen Jazzpreis als „Best Newcomer“ (Bestes Newcomer-Projekt) ausgezeichnet, was ihre stilistische Vielfalt und künstlerische Tiefe würdigt. Das Sweetlife Quartet wurde vom Austrian Music Export als „New Austrian Sound of Music – Act 2025/26“ ausgewählt — ein Förderprogramm für innovative österreichische Musikacts mit internationalem Potential. Porgy & Bess
Die Musik von sweetlife mischt: Jazz mit Dub-Effekten, Elektronik, freien Improvisationen, hiphop-inspirierten Beats und komplexen rhythmischen Patterns. ArtistCamp. Das Ergebnis ist ein Klang, der traditionelle Jazzformen offen hinterfragt und Elemente von Club-, elektronischer und Weltmusik integriert — ein sehr zeitgenössischer, urbaner Jazzsound, der sich nicht strikt an Genregrenzen hält. Österreichischer Jazzpreis
