2026-01-22 @Kunstfabrik Schlot 21:00
Han Sato – saxophone
Lito Tabora – piano
Felix Komoll – flute
Akira Ando – bass
Shin Nakajima – drums
Chihoko Yanag – dance
Akira Ando and The Japs gehören zu den spannenden Erscheinungen der Berliner Jazz-Szene. Die Aufnahme Jazz as Pure Spirit steht sinnbildlich für einen sehr freien, spirituell geprägten Jazz, der sich stark an Ausdruck, Energie und Improvisation orientiert. Statt klarer Songstrukturen dominieren intensive Klangflächen, treibende Rhythmen und ein rauer, unmittelbarer Sound. Das Album wird oft als Beispiel dafür genannt, wie japanische Klänge sich dem Jazz nicht andienen, sondern ihn als persönlichen, fast philosophischen Ausdruck verstehen.
Akira Ando sagt selbst: Während meines Aufenthalts in New York City zwischen 1984 und 1998 hatte ich die Gelegenheit, mit großartigen Loft-Jazzmusikern wie Billy Bang, William Parker, Cecil Taylor usw. zu spielen, die natürlich mein musikalisches Ausdrucksspektrum erweitert haben. Seit 1998 lebe ich in Berlin, wo ich eine Reihe von Projekten (Jazz- und Latin-Bands, Theater) organisiere und mitwirke. All die Jahre habe ich verschiedene Musikstile komponiert, sei es Jazz, Latin, Funk, Blues, … Vor einigen Jahren wurde mir dann bewusst, dass viele meiner Kompositionen sehr japanisch klangen. Ich hatte nicht vor, japanische Musik zu schreiben – es kam einfach ganz natürlich. Ich gründete „The JAPS“ mit ausschließlich japanischen Musikern, die meine Musik spontan verstehen. Wir spielen meine Kompositionen und auch japanische Volksmusik im Jazzstil.
In letzter Zeit sind andere Künstler – einige davon nicht japanisch – zu uns gestoßen, und die JAPS entwickeln ihren Stil entsprechend den Beiträgen aller Mitglieder weiter. Wenn man unsere Musik überhaupt kategorisieren muss, könnte man sie als japanischen Jazz bezeichnen, mit Schwerpunkt auf Improvisation, Freestyle und anderen Elementen, die in unserer gemeinsamen Performance ganz natürlich zum Vorschein kommen.
Badenscher Hof
