Jazz Review South America 2021- Latin-Jazz, Tango oder Folklore?

Jazz Review South America 2021

Brasilien Argentinien Uruguay Peru Chile Kolumbien und als Bindeglied zwischen Nord und Süd Mexiko Hawai Haiti Costa Rica Puerto Rico (liegen ca. 1000 km voneinander entfernt) – es sind versammelt all die Begriffe von Samba Salsa Tango Amazonasrodung Hombre Sombrero Drogenkartell und die Mauer nach Usa – wo und wie es uns gefällt

– Quellen Wikipedia: und Etymologische Liste Ländernamen

  • Brasilien als sogenanntes Schwellenland, im Wortstamm abgeleitet von portugiesisch pau-brazil Brazilholz-Baum.
  • Argentinien, im Wortstamm von Argentum lat. Silber abgeleitet – aus der spanischen Kolonialzeit, da man hier Silbervorkommen vermutete.
  • Uruguay, das Land östlich des Fluss Uruguay, was Fluss der bunten Vögel oder Schneckenfluss oder Fluss der Essensbringer bedeutet
  • Chile, das Land wo die Welt zu Ende ist, vermutlich aus der Sprache der Aymara
  • Paraguay analog zum Namen des Flusses Paraguay, aus der Sprache der Ureinwohner, Guarani
  • Bolivien, benannt nach Simón Bolívar, ein Unabhängigkeitskämpfer aus der Zeit der Unabhängigkeitskriege gegen die spanische Kolonialherrschaft 1809-1825
  • Peru, nach biru, ein Quecha Wort, Wasser oder nach dem indianischen Volksstamm der Pyru Quelle Ursprung
  • Ecuador, wie der Name sagt: am Äquator – zu Ecuador auch die Galápagos-Inseln gehören
  • Kolumbien, abgleitet von Christoph Kolumbus
  • Venezuela, könnte von Klein Venedig abstammen (wegen der pfahlgegründeten Häuser oder auch: weil die Bevölkerung auf flachen Felsen wohnte (Veneciuela)
  • Guyana, abgeleitet von der Landschaft Guayana, gu a yana Blüte der Rose
  • Surinam, abgleitet vom Fluss Suriname
  • Fränzöschisch Guayana – tatsächlich als vollintegrierter Staat Frankreichs Teil der EU.
  • Panama, oder auch der fischreiche Platz, nach einem Dorf nahe der Hauptstadt
  • Costa Rica, aus dem Spanischen die reiche Küste
  • Nicaragua, aus nican=hier und aráhuac=Menschen – oder abgeleitet von Nicarao, dem Namen eines Häuptlings
  • Honduras, aus dem Spanischen von Christoph Kolumbus benannt: hondura bedeutet Tiefe
  • Guatemala, vom Indiowort Quauhtemellan (Land der Adler) oder vom toltekischen Wort Goathemala (Erde der Bäume)
  • Mexiko, von den Azteken Mexika, stammt von Metztlixithlico, in der Mitte des Mondes metztli Mond und xictli Nabel oder Sonne)
  • Kuba, aus der Arawak-Sprache und bedeutet zentraler Platz. Oder Cubanascnan von cubagua für wo man Gold findet
  • Bahamas, vom Namen der Gewässer um die Inseln Baja Mar flaches Meer
  • Jamaika, aus der Arawak-Sprache, Xaymaca bedeutet reich an Quellen. Xamaika bedeutet Land von Wald und Wasser.
  • Dominikanische Republik, nach der Hauptstadt Santo Domingo Sonntag
  • Haiti, aus der Taino-Sprache und bedeutet bergiges Land
  • Puerto Rico, aus dem Spanischen und bedeutet reicher Hafen
  • Inseln über dem Winde

Der Jazz – auch hier: wie es uns gefällt, Samba und Tango, Tango ungleich Flamenco, Samba gleich Gesellschaftstanz im 2/4 Takt mit afrikanischen Wurzeln – all die Sprüche von heißen Rhythmen, vom großen Karneval, über allem wacht die Christusstatue – würde Christus Salsa tanzen? Wäre er ein Schutzpatron für Jazz?

Der Pabst kommt aus Brasilien und kennt Armut aus eigener Erfahrung und mahnt hier und da zu Bescheidenheit. Er meint uns, denn die meisten Menschen in Brasilien sind notgedrungen bescheiden und zurückgenommen, würden gern mehr dürfen und können – und der Jazz?

Siehe auch Latin Jazz oder Jazz in Lateinamerika oder Afro-Cuban Jazz

Pablo Garrido in Chile, Adolfo Carabelli und Astor Piazolli in Argentinien, Antônio Carlos Jobim, Airto Moreira, Flora Purim und Egberto Gismonti aus Brasilien, Juan José Catalayud oder Antonio Sánchez aus dem Mexican Jazz, aus den letzten Jahren bekannt: Der Buena Vista Social Club mit den Afro-Cuban All Stars aus Kuba, bekannt gemacht durch Ry Cooder – Der Bossa Nova als Substil des Samba mit Astrud Gilberto, Antônio Carlos Jobim, Baden Powell – allen gemein scheint zu sein: seine Stilelemente wurden in New York erst zum stilprägenden Element des Jazz, durch Stan Getz, Ella Fitzgerald, Charlie Byrd und Kenny Dorham.

Die ersten Berührungen mit Samba und den warmweichen Beats hatte ich in Jugendjahren in Carlos Santana, fasziniert von Bongos, Congas, dem Getrommel, das war in erster Linie assoziiert mit Lebensfreude und Leichtigkeit, das war mit Hüftschwung und hochgestreckten Armen verbunden, mit Freifühlen und gedankenleicht. Nicht wissend, dass die Harmonik hinter dem Bossa Nova eine wesentlich komplexere Struktur aufweist als es Pop-Rock-Garanten wie Santana durchschimmern ließen.

Erst später wird dir bewusst, dass es die komplexe Harmonie ist, die dich fasziniert, wenn du erst vom Drei- zum Vierklang wechselst und feststellst, dass sämtliche Griffe auf der Gitarre, mit der du die Akkorde zu analysieren beginnst, über Barré gehen (der gestreckte Zeigefinger, der das ganze Griffbrett überspannt, und dahinter erst der echte Vierklang entsteht mit seiner Maj7 oder dem typischen Moll-Sound)

Deswegen fast alle Gitarristen von Kenny Burrell bis Joe Pass klingen, als seien sie beeinflusst vom Latin Jazz – der Sound machts und dann der Rhythmus. (oder umgekehrt – und das eine bedingt das andere)

Umso erstaunlicher, als inzwischen alles, was wie Samba oder Bossa Nova in Erscheinung tritt, wie Folklore erscheint. Die Hochphase des brasilianischen Jazz war in den 50iger 60iger, zwischen den Diktaturen unter Getulio Vargas (1930 bis 1945) und der Militärdiktatur (1964-1985), gerade mal knapp zwanzig Jahre. Quasi am Höhepunkt ihrer Entwicklung mit der Aufnahme Jazz Samba von Stan Getz und Charlie Byrd auf Grundlage der Komposition von Antonio Carlos Jobim Desafinando und Samba de Uma Noto So wurde sie abrupt ausgebremst und hat sich scheinbar seit dem nicht mehr erholt oder weiterentwickelt?

Umso erstaunlicher, dass doch Jahr für Jahr neue Namen die Szene betreten, aber bringen sie auch Neues ins Gespräch?

Das lässt sich im Einzelnen gut ablesen an den vorgestellten Alben. Soweit meine Augen reichten, finde ich Herstellung und Umsetzung von brasilianischer Musik oder Musik des Latin Jazz oder Bossa Nova Jazz vor allem unter der Regie ausgewanderter Musikerinnen oder Musiker, hervorstechend gleich auch die Aufnahme von Mariá Portugal, die brasilianische Wurzeln hat, aber in Duisburg lebt.

Oder die herausragende Aufnahme von Gui Duvignau, der in New York lebt. Die Aufnahme von Carlos Barbosa-Lima El Manisero ist vom deutschen Label GLM herausgebracht.

Wenn du den Werdegang von Munir Hossn herauszufinden versuchst, scheint er mehr auf das amerikanische oder europäische Publikum abzuzielen, da er von Kuba, Frankreich, Deutschland, Marokko oder Barcelona als Orte seiner Touren berichtet.

Mit anderen Worten. Was in unseren Breiten an südamerikanischer Musik rezipiert wird, scheint auch in dem Stil für unsere Ohren bestimmt. Wie es um die Jazzszenen Land auf Land ab tatsächlich bestellt ist, müsste dann wohl doch auch von dort berichtet werden. Es fühlt sich aber an, als würde das nicht so einfach sein, oder wie es im Artikel über den Mexikanischen Jazz heißt: der wird von US-Amerika bestimmt, das Phänomen nennt sich: malinchismo (die Bevorzugung ausländischer Kulturgüter)

Nützliche Artikel: Jazz in Mexiko Today im Jazzwize 2018 | Der Klang von Ipanema von Anke Myrrhe im Tagesspiegel | Der Samba Lebt von Gerwin Eisenhauer in der Jazzzeitung (Samba ist keine heilige Kuh, sondern ein Chamäleon – im Ernst jetzt, es steht so da). Die Entwicklung des Bosa Nova in Brasilien Bachelorarbeit von Roberto Achilles.

Die Musikbeispiele Solo 3x, Duo 2x, Combo 4x

Jazz Review South America 2021

Maria Portugal Erosao

Mariá Portugal EROSÃO Mariá Portugal (dr), Mariá Portugal is a Brazilian drummer, singer, composer and musical producer who has been active in the Brazilian music scene for 20 years. Mariá is currently living in Duisburg, Germany.

Website | Wikipedia

Marcos Ariel Piano BlossomsMarcos Ariel (p) Brazil

Website | Richard J. Salvucci Allaboutjazz Wikipedia | Label


Abdallah Harati Originals by Abdallah HaratiAbdallah Harati (g) – Abdallah Harati is originally from São Paulo, Brazil, grew up in São José dos Campos and since 2015 is established in Munich, Germany.

Website

Gui Duvignau 3, 5 ,8 Gui Duvignau (b), Billy Drewes (sax), Elias Meister (g), Santiago Leibson (p), Gui Duvignau (b), Jeff Hirshfield (dr), Gui Duvignau is a French-Brazilian bass player and composer. His multi-cultural background has led to a life of traveling and musical exploration. Favourite: Minas. – Brazil | New York

Website | Glenn Astarrita Allaboutjazz

Marcos Resende & Index Marcos Rende & Index Rubão Sabino (b), Claudio Caribé (dr), Oberdan Magalhães (sax), Marcos Resende (keyb) Album von 1976 | wieder aufgelegt Januar 2021 – Brazil

Miguel Zenón & Luis Perdomo El Arte Del Bolero Miguel Zenón (sax), Luis Perdomo (p), Educator born and raised in San Juan, Puerto Rico and living in NYC.

Website | Miguel Zenón Wikipedia

Carlos Barbosa-Lima El Manisero Carlos Barbosa-Lima (g), Johannes Tonio Kreusch (g) Brazil

Wikipedia | Label GLM

Ay, Jalisco no Te Rajes

Munir Hossn Vientre Munir Hossn (g), Nailé Sosa Aragón (dr), Natascha Rogers (perc), Lucia Fumero (p), Rita Payés (tromb), Maria Toro (fl), Maro (voc). Brazil

Website | Wikipedia

Munir Hossn | Nature

Javier Girotto | Vince Abbracciante Santuano Javier Girotto (sax), Vince Abbracciante (accord), From Argentinia

Website | Wikipedia

Santuario degli animali

South America 2021

 Jazz Review South America 2021

Jazz Review South America 2021

Reviews 2020

Jazz Albums Review 2020

Reviews 2019

Jazz Albums Review 2019

Jazz Review South America 2021 * Jazz Review South America 2021 * Jazz Review South America 2021 * Jazz Review South America 2021 * Jazz Review South America 2021 * Jazz Review South America 2021 * Jazz Review South America 2021 * Jazz Review South America 2021 * Jazz Review South America 2021 * Jazz Review South America 2021 * Jazz Review South America 2021 * Jazz Review South America 2021 * Jazz Review South America 2021 *

Clemens Verhooven

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner