Jazz from Sweden Review 2021

Jazz from Sweden Review 2021

Wer kennt sie nicht: Das EST Esbjörn Svensson Trio mit Dan Berglund (b) und Magnus Öström (dr). Wer kennt nicht die rote Posaune von Nils Landgren (tromb). Und nun schau dir diese Liste an auf WIkipedia – das sind gerade mal 32 Musikerinnen. In Buchstaben Zweiunddreißig? Auf dieser Seite sind es immerhin schon 42, in Buchstaben: Zweiundvierzig. Es kommen Namen wie Lisa Ekdahl (voc) oder Bobo Stenson (p) und Ulf Walkenius (g) hinzu. Du kannst etwas erkennen von Golden Age of Swedish Jazz during the Fiftees.

Und wie halten sie es selbst? Ich sehe svenskjazz.se und bin rückwärts wieder raus. Lass es uns bei last.fm versuchen. Ich kann Rebekka Bakken erkennen, oder das Tingvall Trio, Martin Tingvall lebt aber, so viel ich weiß, in Hamburg. Ich sehe Victoria Tolstoy, ach nein, die Formation Oddjob, ich muss gestehen, das überrascht mich – durch E.S.T. hätte ich gedacht, muss der Jazz in Schweden einen Schub erlebt haben.

Wahrscheinlich war der Schub eine Art Fata Morgana über dem Riddarholmen.

Denn Jazz ist nicht Jazz, in Schweden wahrscheinlich mehr noch: nur Jazz – man produziert lieber garantierten Aussicht auf Erfolg und der ist aus Pop und Regenbogen und – Abba und Spotify und Ace of Base. Nicht ganz so ernüchtert sieht es das Downbeat – der etwas erhabenere Blick auf Schweden aus Chicago.

Ein Mythos also? Eine verklärte Sicht? Eine Frage ans Publikum? Möglicherweise eine weitere Lücke im Netz, was da so alles unterm Radar untertaucht von Rymden, Tonbruket oder was Siggi Loch noch so beim ACT-Label alles untergebracht hat. Auf der ACT-Seite sind mehr schwedische Musikerinnen aufgelistet als in sämtlichen offiziellen Schweden-Jazz-Seiten. Das Phänomen eines sich nicht über das Internet erschließenden Landes hatten wir schon in der Sektion Frankreich-Jazz.

Bevor ich hier zu sehr ins Spekulative wegdrifte aufgrund fehlender Informationen, ein paar weitere „Fundstücke Jazz from Sweden im Netz“:

Auf birkajazz.se ein paar Cover-Highlights | auf Syncopated Times ein bisschen Boulevard der 20iger 30iger, vermutlich bespricht man dort eine Anthology? – Sorry – es ist Spam. Einen Versuch, etwas zu erklären, was man auch für Aachen oder Magdeburg nicht erklären könnte, gibt es hier, ebenfalls rein spekulativ – sehr umwerfend sind die schwedentipps.se – und last but not least aus 2015 irgendwie stehengeblieben immerhin ein paar Namen anlässlich eines Womanjazzfestivals.

Vielleicht wird man hier fündig: dachte ich: der Exportschlager schlechthin, Klamotten aus Sweden made in India – for Jazzers the black jazz hoodie – Frage: ist das International Life Style oder einfach nur Woodie Body auf Yellow Tube for International? (Oder vielleicht doch mehr auf Musikisyd.se? schaut selbst)

Ebenfalls rein spekulativ: I have no problem with my country, but perhaps the people are the problem – sagte seinerzeit A.L., um auf ebenso süffige Weise unseren letzten gemeinsamen Abend in Stockholm so abzuschließen: „Und, was würdest du sagen, wenn es das nun war mit uns, unser letzter Abend, aus und vorbei? Ich bin das nämlich gewohnt, aus und vorbei, von heute auf morgen, hier gewesen, dort gewesen, nirgends sesshaft geworden. Unsere Leute fahren in jungen Jahren einmal um die Welt, schauen sich das alles an und ziehen sich schließlich in ihre Schwedenhäuschen zurück und erklären der Welt per Zeitungsartikel, was sie gesehen haben.“

Some people are so strange, they can live in Malmö. Wollen wir nicht nach Malmö? Nicht schlau geworden aus A.L.

„Wenn die Welt also Kriterium ist für etwas, was du per Zug und Flugzeug durchquerst, wirst du dieses Kriterium nicht gewinnbringend oder abgesichert unter die Leute bringen können, außer du hast dir ein eigenes entwickelt, das man dir abnimmt, und da man dir nichts abnimmt, erlaubst du dir eins, das dann aber mit dem, was du hörst, gar nichts mehr zu tun hat, deswegen du dich wieder ins Flugzeug setzt und einmal um die Welt fliegst. Was ihr Deutschen daran so toll findet, wie wir hier so rumjetten, kann ich euch auch nicht erklären.“

Aus dem Tagebuch nach einem Abend mit A.L. in Berlin.

Lass doch die Musik sprechen, alter Schwede. Pop Musik können sie, wissen wir. Jazz aber auch, Du musst nur etwas Geduld haben, bis es dir an die Ohren kommt. Ist nicht so leicht, sie zu erreichen, sind häufig unterwegs.

Jazz from Sweden Review 2021

post-sun-vision

Post-Sun-Vision Once a Honey – Alice Hernqvist (p) (synth), Aaron Mandelmann (b), Mario Ochoa (dr)

So etwas wie eine Website

Skissermas Night im Museum

the splendor

The Splendor Royals – Josef Kallerdahl (b), Lars Källfelt (dr), Fabian Kallerdahl (p), Lisen Rylander Löve (sax)

auf dem Label HOOB Records : „It is also some extraordinary music performed by Sweden’s hidden space-jazz-gem with a lot of passion and sublimity.“

The Splendor Royals

Josefine Cronholm – Near the pond – Josefine Cronholm (voc), Kirk Knuffke (tr), Thommy Andersson (b), Shunn Theingi (perc)

Josefine Cronholm Website

Clara Mathilda’s Dream


JLT

JLT Harlem Nocturne – Johan Leijonhufvud (g), Niclas Campagnol (dr), Johnny Åman (b)

Harlem Nocturne

martin brandqvist

Martion Brandqvist Quartet Any Time Martin Brandqvist (dr), Inge Petersson Lindbäck (sax), Johan Ohlson (p), Mattias Hjorth (b), Website Brandqvist: ”I can get a feeling after watching a movie, a walk in the forest with my dog, a rhythmic idea, other musicians that inspires – Aaron Parks, Matthias Eick, Stina Nordenstam, Emil Brandqvist. Then I sit down at the grand piano and capture the idea, develop it, continue to improvise and start writing my music. Working with the form is an ongoing process even after the music is recorded”.

Fingertips

Bel Trio

BEL TRIO Beyond Rivers Gustav Lundgren (g), Niklas Bodin (dr), Robert Erlandsson (b) Review by Allaboutjazz Selfpublished.

In The Desert

fredrik nordström

Fredrik Nordström Dolores:Two – Fredrik Nordström (sax), Staffan Svensson (tr), Andreas Hourdakis (g), Ilaria Capalbo (b)

Fredrik Nordström Website

nils agnes

Nils Agnas Red House Tapes – Nils Agnas (dr), Mauritz Agnas (b), Max Agnas (p), Trio Musik

Cembalo Jump


peter eldh

Peter Eldh Projekt Drums Vol1 selbstredend komplex free & hip

Lars Danielsson

Lars Danielsson Cloudland – Lars Danielsson (b), Grégory Privat (p), John Parricelli (g), Magnus Öström (dr), hymnisches Cloudland Stück 2 –

adam forkelid

Adam Forkelid 1st Movement – Adam Forkelid (p), Niklas Fernqvist (b), Carl Mörner Ringström (g), Daniel Fredriksson (dr) Website

Gnossienne

Jazz from Sweden

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Clemens Verhooven

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