Veronica Swift by Veronica Swift

Veronica Swift by Veronica Swift

Veronica Swift by Veronica Swift

12.07.2024 Concert ZigZag
Veronica Swift – vocals
Gary Joseph Potter jr – saxophone
Alexander Burke – keyboard
Max Gerl – bass
Brian Viglione – drums

On Tour : 13.07 Rotterdam North Sea Festival, 15.07. Brno-Bohemia Jazz Festival, 17.07. San Cristobal, 18.07. Las Palmas Gran Canaria, 20.07. Perugia, 23.07. Toulon, 24.07. St. Moritz, 26.07. Stuttgart, 27.07. Stuttgart – wer noch keine Karten hat …

Ein rauschendes Fest mit großartiger Band, mit viel Herz im mitreißenden Energiefeld. Wer da noch Rücksicht erwartet auf Jazzpuristen, darf im Gegenteil die große Bühne um Freddie Mercury, Janis Joplin, Jimi Hendrix oder Beethoven in vollen Zügen genießen, das ist alles in allem viel mehr als ein paar Riffs über ein Thema – es kommen Jazz, Rock und Oper zusammen und erzählen von der Geschichte der Veronica Swift, deren Eltern ihr Bebop und Swing mit auf den Weg gaben, sie aber immer auch gern Freddie Mercury hörte oder Openarien. Sie bringt es für sich und das Publikum so auf den Punkt:
Versuche du selbst zu sein, dann triffst du auch die richtigen Leute.

Veronica Swift @ Zig Zag
Veronica Swift | Female jazz | SOMETHING ELSE: jazz and more… YOUTUBE @ Victors Place
Veronica Swift

Release Date: 15.09.2023
Veronica Swift – Vocal
Adam Klipple  – Piano; Philip Norris  – Bass; Alexander Claffy – Bass; 
Chris Whiteman – Guitar Brian Viglione – Drums; 
James Sarno – Trumpet Troy Roberts – Saxophone; David Leon – Saxophone.

mackavenue.com

Die Vokalsensation Veronica Swift hat die Jazzwelt mit ihrem von der Kritik gefeierten Album This Bitter Earth aus dem Jahr 2021 im Sturm erobert. Für ihr neues Album – mit dem treffenden Titel Veronica Swift – breitet die vielseitige Künstlerin ihre Flügel aus und öffnet ihr breites Spektrum an Einflüssen, um zu zeigen, wer sie wirklich ist: eine einmalige Sängerin mit unerschrockenem Selbstbewusstsein.

Veronica Swift by Veronica Swift

Veronica Swift by Veronica Swift

Wer aber sagt denn, dass Jazz nicht unterhaltsam sein darf oder große Show?

Okay, wir verlassen kurz die abseitigen Straßen mit ihren kleinen Clubs und ziehen die Prince Street hinunter, den Broadway hoch und setzen uns ins Village Gate in der St. Thompson Street neben Mike Jurkovic von Allaboutjazz – und reichen ihm die Hand: Yes, my dear – this is a great Voice, sagen wir ihm:

Eine Hommage an Freddie Mercury, an Beethoven, Chopin und Charles Gounod, an Janis Joplin, an Duke Ellington und Judy Garland, an Puccini und Antônio Carlos Jobim, Veronica Swift geht ein Wagnis ein [manche werden über das eigene Nicht-Wagnis Zweifel haben – wir sprechen von guter Musik, Erkennbarkeiten, vom Blues, von der herausragenden Begleitung, wie sie die Seele massieren – von den Möglichkeiten, ein aufregendes Album zu machen – abstrahiere das: Jazz ist immer Unterhaltung – Yes.]

Sie, die USA, haben mit Samara Joy und Cecile McLorin Laurent die Greatest Female Jazz Voices unter den lebenden Female Jazz Voices, mit Veronica Swift entsteht eine weitere Hommage. Sie hat keine Scheu, Opernstimmen anzugehen und keine Scheu, das Pathos eines Freddie Mercury mitzunehmen, eine Jazzstimme, die auch Rock und Blues intus hat, es ist vermutlich kein Superlativ genug, das richtig einzuschätzen, du brauchst nicht mehr von einer neuen, netten oder aufregenden Stimme sprechen, du darfst ein Regal höher greifen.

Was uns bleibt, ist die Reminiszenz an Chopin, Beethoven, Gounold und Jobim – wie sie hier schwerstgewaltig und dick ausgehebelt werden über die altbekannten Bluesriffs in „Do nothing till you hear from me“ Ein Leitmotiv des Albums : „Tun Sie nichts, bis Sie von mir hören.“

Ich höre und bin erstaunt.

Das nimmt Veronica Swift mit und erwischt den von Stringenz, Disziplin, Komposition oder Konzept überzeugten feinziselierenden Jazz-Fan auf dem falschen Fuß – es fällt alles übereinander her und macht einen riesen Radau, auf einer kolossalen Bühne.

Wer den Bombast scheut, wird ebenfalls kalt erwischt, da das Album keiner Regel folgt, es folgt der in ihrer Vielseitigkeit kaum mit sich selbst vergleichbaren Stimme – ob das Scat ist oder eine röhrende Janis Joplin, ob es das Pathos ist eines Freddie Mercury oder das zärtliche Liebeslied aus der Welt der Kleinkunst von Paris, es entsteht sogar im Outro eine Fanfare auf Punk und Heavy Rock – wenn du Chopin mit Beethoven vergleichst, bist du eben bei Duke Ellington, wie auch die Heavy Gitarrensaiten von Chris Whiteman auf ein weiteres Spiel aufmerksam machen:

Es ist nicht auseinander zu denken, eher ineinander – Jazz gehört zur Oper wie der Bass zum Saxophon, das Sofa ist voller Uhren, die Zeit steht nicht still, niemand will in Schubladen unterkommen, es braucht Freiwillige, die sich trauen, Konventionen zu brechen, ihnen einen Widerhaken zu verpassen, auch das: Genießende sitzen nicht nur im Opernhaus hinterm Opernglas, sie sitzen auch im Avantgarde-Café in Paris und lesen Zeitungen von den Clubs der Gebote. Und lächeln.

In dem Sinn: dieses Album musste sein. Eine Party fängt nicht erst an, wenn irgendjemand sie zur Party erklärt, sie läuft über den Kopfhörer direkt in dich hinein und zieht dich auf eine Reise – von Bonn (Beethoven), Warschau (Chopin) über den Broadway (Nat King Cole) zurück nach Paris (bon voyage) und wenn jemand eine Stimme hat, dann – halt dich fest.

Veronica Swift schreibt und verabreicht den Partygästen eine Hommage an Freddie Mercury, an Puccini, an Chopin und Beethoven. Und aber auch – an sich selbst.

Mir als Teil des Publikums im Village Gate ist es recht – ich fürchte nur, die Clubs dieser Größe sind nicht in der Lage, eine so große Bühne hinzustellen, wie sie Veronica Swift auf ihrem Sofa darstellt.

Für Berlin heißt so eine Location vielleicht Theater des Westen – den Kudamm links ab, den Bahndamm runter – zu Silvester – so fühlt sich das an – kein Kraftwerk : es ist ein Feuerwerk.

Direkt ins Ohr des Publikums mit Wucht und Emphase – eine große Ironie auf das – mit Lust am Spiel, am Zusammenspiel. Es kommt Bewegung in die Sache – diesmal von oben: Veronica Swift ist ohne Übertreibung: Teil des Dreiergespanns der USA neben Celine McLorin Salvant und Samara Joy – ob sie angenommen wird, ist nicht die Frage – dazu ist ihr Repertoire zu umspannend, wie dieses Album nahelegt – Veronica Swift by Veronica Swift heißt es – und meint: selbstbewusst verfolgt sie ihre eigenen Sachen, vergiss nicht: „Do nothing till you hear from me“ Ein Leitmotiv des Albums : „Tun Sie nichts, bis Sie von mir hören.“

Wohl wahr! Ich höre. I Am What I Am, Closer The Show Must Go On In The Moonlight and Keep Yourself Alive. Eine große Party, was Veronica Swift hier abliefert. Wer da nicht mitgeht, kann sich ja mit Chopin vergnügen, ich folge der Mack Avenue bis nach Paris und nach Portugal zurück in die Prince Street den Broadway hoch.

This Bitter Earth
by Veronica Swift

This Bitter Earth 2021

Confessions
by Veronica Swift

Confessions 2019

A glittering party with a great band, with a lot of heart in a rousing field of energy. Anyone expecting consideration for jazz purists should, on the contrary, enjoy the big stage around Freddie Mercury, Janis Joplin, Jimi Hendrix or Beethoven to the full. All in all, this is much more than a few riffs on a theme – jazz, rock and opera come together and tell the story of Veronica Swift, whose parents gave her bebop and swing, but she always liked listening to Freddie Mercury or Openarien. She sums it up for herself and the audience:
Try to be yourself and you’ll meet the right people. (12.07.2024 Concert ZigZag )

Veronica Swift2

Veronica Swift by Veronica Swift – english version

Vocal sensation Veronica Swift took the jazz world by storm with her critically acclaimed 2021 release This Bitter Earth, landing on the cover of DownBeat, topping the year end lists for vocal releases and wowing audiences with her eclectic stage show at the Hollywood Bowl and beyond. For her new album – aptly entitled Veronica Swift – the versatile artist stretches her wings and opens up her wide range of influences to share who she truly is: a once-in-a-generation vocalist with unabashed confidence.

But who says jazz can’t be entertaining or be a big show?

Okay, we briefly leave the out-of-the-way streets with their small clubs and move down Prince Street, up Broadway and sit down in the Village Gate on St. Thompson Street next to Mike Jurkovic of Allaboutjazz – and shake his hand: Yes, my dear – this is a great Voice, we tell him:

A tribute to Freddie Mercury, to Beethoven, Chopin and Charles Gounod, to Janis Joplin, to Duke Ellington and Judy Garland, to Puccini and Antônio Carlos Jobim, Veronica Swift takes a dare [some will have doubts about her own non-dare – we’re talking about good music, recognisables, the blues, the outstanding accompaniment, how they massage the soul – the possibilities of making an exciting album – abstract that: jazz is always entertainment – Yes.].

You, the USA, have the Greatest Female Jazz Voices among the living Female Jazz Voices with Samara Joy and Cecile McLorin Laurent, with Veronica Swift another tribute is emerging. She is not afraid to tackle opera voices and not afraid to carry the pathos of a Freddie Mercury, a jazz voice that also has rock and blues in it, it’s probably not a superlative enough to properly appreciate that, you don’t need to talk about a new, nice or exciting voice anymore, you may reach one shelf higher.

What we are left with is the reminiscence of Chopin, Beethoven, Gounold and Jobim – how they are leveraged here in a heavy and thick way over the old familiar blues riffs in „Do nothing till you hear from me“ A leitmotif of the album.

I listen and am amazed.

Veronica Swift takes this and catches the finely chiselled jazz fan, convinced of stringency, discipline, composition or concept, on the wrong foot – it all falls over each other and makes a huge racket, on a colossal stage.

Those who shy away from bombast will also be caught cold, as the album follows no rule, it follows the voice that is hardly comparable to itself in its versatility – whether that is scat or a roaring Janis Joplin, whether it is the pathos of a Freddie Mercury or the tender love song from the world of cabaret in Paris, there’s even a fanfare to punk and heavy rock in the outro – if you compare Chopin to Beethoven, you’re just as much with Duke Ellington as Chris Whiteman’s heavy guitar strings are to another game:

It can’t be thought apart, rather into each other – jazz belongs to opera like the bass to the saxophone, the sofa is full of clocks, time doesn’t stand still, no one wants to be pigeonholed, it needs volunteers who dare to break conventions, to give them a barb, that too: connoisseurs don’t just sit behind opera glasses in the opera house, they also sit in the avant-garde café in Paris and read newspapers from the Clubs of the Commandments. And smile.

In that sense: this album had to be. A party doesn’t just start when someone declares it a party, it runs right into you through the headphones and pulls you on a journey – from Bonn (Beethoven), Warsaw (Chopin) via Broadway (Nat King Cole) back to Paris (bon voyage) and if anyone has a voice, then – hold on tight.

Veronica Swift writes and administers to the party guests a tribute to Freddie Mercury, to Puccini, to Chopin and Beethoven. And also – to herself.

As part of the audience at the Village Gate, it’s fine with me – I’m just afraid that clubs of this size are not able to put up a stage as big as Veronica Swift’s on her sofa.

For Berlin, such a location might be called Theater des Westen – down the Kudamm to the left, down the Bahndamm – on New Year’s Eve – that’s what it feels like – no power station : it’s fireworks.

Directly into the ear of the audience with force and emphasis – a great irony on that – with pleasure in the play, in the interplay. There is movement – this time from above: Veronica Swift is without exaggeration: part of the USA’s trifecta alongside Celine McLorin Salvant and Samara Joy – whether she will be accepted is not the question – her repertoire is too encompassing for that, as this album suggests – Veronica Swift by Veronica Swift it is called – and means: self-confidently pursuing her own things, remember : „Do nothing till you hear from me“ A leitmotif of the album.

It’s true! I listen to. I Am What I Am, Closer The Show Must Go On In The Moonlight and Keep Yourself Alive. A big party, what Veronica Swift delivers here. If you don’t go, you can have fun with Chopin, I’ll follow Mack Avenue to Paris and after Portugal back to Prince Street up Broadway.

Veronica Swift3

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